Illegales Autorennen: Raser will Radar ausweichen und tötet 5 Menschen

Urteil

Ein 20-Jähriger wollte bei einem illegalen Autorennen einer Radaranlage ausweichen und krachte in den Wagen einer Mutter mit zwei Kindern. 5 Menschen starben. Jetzt wurde er verurteilt.

Aachen

12.02.2020, 13:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Angeklagte (r) und sein Anwalt Osama Momen (l).

Der Angeklagte (r) und sein Anwalt Osama Momen (l). © dpa

Nach einem schweren Frontalzusammenstoß mit fünf Toten in Stolberg bei Aachen ist ein 22-Jähriger zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.

Das Amtsgericht sprach den Angeklagten am Mittwoch unter anderem wegen fahrlässiger Tötung von fünf Menschen und verbotenem Kraftfahrzeugrennen schuldig, wie ein Gerichtssprecher erklärte. Demnach stellten die Richter auch die besondere Schwere der Schuld fest. Der Prozess war nicht öffentlich.

Auto ging in Flammen auf

Der damals 20 Jährige sei im Dezember 2018 mit mindestens 120 Stundenkilometern über die Tempo-70-Straße gerast. An der Unfallstelle sei er auf die Gegenspur gefahren, um einer Radaranlage auszuweichen.

Nach damaligen Angaben der Polizei krachte er dabei in ein entgegenkommendes Auto, in dem eine Mutter mit ihren 16 und 17 Jahre alten Kindern saß. Der Wagen ging in Flammen auf, die Drei starben. Auch zwei 21- und 22-Jährige, die in dem Auto des Angeklagten gesessen hatten, überlebten nicht.

dpa

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