Im Film "Wenn ich bleibe" muss man mit Tränen rechnen

Im Kino

Der Buchmarkt hat sie schon länger für sich entdeckt: die „young adults“ – die jungen Erwachsenen. Seit geraumer Zeit zieht die Kinobranche am selben Strick und wagt den anspruchsvolleren Teenager-Film. Mit Drehbüchern nach erfolgreichen Romanen. Gelungen ist die Balance zwischen Tragik und Romantik bei „Wenn ich bleibe“.

23.09.2014, 16:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Chloë Grace Moretz spielt die Mia im Film "Wenn ich bleibe".

Chloë Grace Moretz spielt die Mia im Film "Wenn ich bleibe".

Regisseur R. J. Cutler wählt für diesen Entscheidungsprozess einen ebenso simplen wie effektvollen Trick – indem er eine geisterhafte Mia neben dem Intensiv-Bett der Schwerverletzten agieren und sie mit Off-Kommentaren das Für und Wider einer Rückkehr ins Leben abwägen lässt. Mit Tränen muss gerechnet werden. Der Aspekt der Nahtoderfahrung, hier wohltuend ohne Kitsch und esoterischen Schnickschnack ausgeführt, ist gekoppelt mit Rückblicken auf eine Biografie, die Mia als glückliches Mädchen in einer glücklichen Familie präsentiert. Erst als Mia, die gern und gut Cello spielt, den Rockmusiker Adam kennenlernt, gerät ihr Leben in Unordnung. Solange es auf der Welt auch nur einen Menschen gibt, der dich liebt, lohnt es sich zu leben.  

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