Infiziertenzahl im Flüchtlingsheim in St. Augustin steigt weiter an

Coronavirus

Nachdem es am Ende der vergangenen Woche die ersten Corona-Fälle in einer Flüchtlingsunterkunft in der Nähe von Bonn gegeben, wächst die Anzahl an Infizierten nun stetig an.

St Augustin

19.05.2020, 20:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
In einer Flüchtlingsunterkunft in St. Augustin steigt die Anzahl an Corona-Infizierten an.

In einer Flüchtlingsunterkunft in St. Augustin steigt die Anzahl an Corona-Infizierten an. © picture alliance/dpa

Die Zahl der Corona-Infektionen in einem Flüchtlingsheim in St. Augustin bei Bonn ist auf 165 gestiegen - 152 Bewohner und 13 Mitarbeiter. Das teilte die Bezirksregierung Köln am Dienstagabend mit. Alle infizierten Bewohner würden in gesonderten Teilen der Unterkunft untergebracht und zeigten nur schwache oder gar keine Symptome, hieß es. Am Vortag lag die Zahl noch bei 130 mit dem Coronavirus infizierten Menschen.

Die Unterkunft biete Platz für 600 Menschen, sei derzeit aber nur mit 312 Personen belegt. In der Einrichtung leben viele junge Menschen und Familien. Alle Gemeinschaftsaktivitäten seien zwar schon lange gestrichen worden, und die Bewohner seien angehalten, die Abstandsregeln einzuhalten, hatte die Behörde am Vortag betont. Einzelne Bewohner täten das aber nicht immer.

Sieben Personen sind Risikoträger

Für die Bewohner werde nun ein verstärktes Wlan-Signal zur Verfügung gestellt, damit sie auch in der Quarantäne-Situation Kontakt nach außen halten könnten, hieß es. Bei der Taschengeldauszahlung am Dienstag wurden laut Behörde 95 Flüchtlinge registriert, die sich bereits vor der Quarantäne-Anordnung außerhalb der Unterkunft aufgehalten hätten. Sie seien befragt worden, um ihre Kontakte nachzuverfolgen und es seien Test-Abstriche gemacht worden.

Sieben Personen wurden dabei als Risiko-Träger identifiziert. Sie mussten in der Unterkunft bleiben. Am vergangenen Donnerstag war in der Landesunterkunft der erste Corona-Fall bekannt geworden. Das Gesundheitsamt hatte daraufhin Tests aller Bewohner und Mitarbeiter veranlasst und die Unterkunft unter Quarantäne gestellt.

dpa

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