Joe Biden siegessicher: „Wir werden dieses Rennen gewinnen“

Wahlen in den USA

Joe Biden führt in mehreren entscheidenden Staaten und steht kurz vor dem Gewinn der US-Präsidentschaftswahl. In der Nacht hat sich der Trump-Herausforderer in einer Rede an die Nation gewandt.

Wilmington

07.11.2020, 09:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trump-Herausforderer Joe Biden hat sich in einer Rede an die Nation gewandt.

Trump-Herausforderer Joe Biden hat sich in einer Rede an die Nation gewandt. © picture alliance/dpa

Der Herausforderer von den Demokraten, Joe Biden, sieht sich selbst als nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten. „Wir werden dieses Rennen gewinnen – mit einer klaren Mehrheit und einer Nation, die hinter uns steht“, sagte Biden am späten Freitagabend (Ortszeit) in Wilmington im US-Staat Delaware. Die Zahlen würde eine klare Sprache sprechen. „Eine Rekordzahl aller Amerikaner hat für den Wechsel gestimmt. Sie wollen, dass dieses Land wieder zusammenrückt“, sagte Biden. Er betonte zugleich, es sei noch kein Gewinner ausgerufen worden.

Biden sicherte erneut zu, er werde im Fall eines Sieges der Präsident aller Amerikaner sein – auch derjenigen, die bei der Wahl nicht für ihn gestimmt haben. „Wir mögen Gegner sein, aber wir sind keine Feinde.“ Er und seine Vizekandidatin Kamala Harris seien sich bewusst, dass die Spannung nach einer „harten Wahl“ wie der diesjährigen groß sei. Dennoch müsse man ruhig und geduldig bleiben, während alle Stimmen gezählt würden. Biden versicherte den Wählern: „Ihre Stimme wird gezählt. Es ist mir egal, wie sehr Leute versuchen, das zu verhindern. Ich werde es nicht zulassen.“

Biden: „Ihre Stimme wird gezählt“

Der Demokrat kündigte an, er werde nicht abwarten, wichtige Aufgaben anzugehen. Dabei hob er den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie, die wirtschaftliche Erholung des Landes, den Kampf gegen den Klimawandel und gegen strukturellen Rassismus hervor. „Sie wollen, dass das Land zusammenkommt und nicht weiter auseinanderreißt“, sagte er mit Blick auf die Wähler.

Sieg in Pennsylvania reicht Biden

Nach derzeitigem Stand des Rennens müsste Biden nur noch den Bundesstaat Pennsylvania mit seinen 20 Wahlleuten gewinnen, um sich die für den Sieg nötige Mehrheit von 270 Wahlleuten zu sichern. Nach den bereits entschiedenen Rennen in der Mehrzahl der US-Bundesstaaten verfügt der ehemalige Vizepräsident unter Barack Obama bereits über mindestens 253 Stimmen. Auch in Georgia, Arizona und Nevada lag er vorn.

Dagegen sah es für Trump in North Carolina und Alaska gut aus – was ihm allerdings nicht reichen würde. Noch aber hat kein großer TV-Sender und auch nicht die Nachrichtenagentur AP einen Sieger ausgerufen.

RND/seb/dpa

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