Junge Oper bringt Musik-Märchen "Spotz" auf die Bühne

Premiere am 27. Oktober

Flüstertüten, Kuhglocken, Pinsel - die Instrumente, die das Orchester in der Jungen Oper beim neuen Stück "Spotz" spielt, sind alles andere als alltäglich. Genau wie das Stück selbst. Am 27. Oktober feiert die Geschichte über einen König, der allergisch auf Töne reagiert, Premiere. Wir haben vorab hinter die Kulissen geschaut.

DORTMUND

von Von Tilman Abegg

, 22.10.2013, 19:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
HIer im Bild: James Martin (König Astus Bastus), Hasti Molavian (Königin von Wansibar).

HIer im Bild: James Martin (König Astus Bastus), Hasti Molavian (Königin von Wansibar).

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Der unglaubliche Spotz: Die Proben und die Kostüme

"Der unglaubliche Spotz!" feiert am Sonntag (27.10.) in der Jungen Oper eine geräuschvolle Premiere. Das Theaterstück erzählt, wie Kinder einen kranken König mit Musik heilen. Hier die ersten Bilder.
21.10.2013
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Probenszene aus "Der unglaubliche Spotz!" mit James Martin als König Astus Bastus.© Foto: Bjoern Hickmanns
Das runde Rad im Hintergrund gehört zum Spotz. Carlos Moreno Pelizari (Bartolomäus Brummhold), Hasti Molavian (Einstein), Britta Wille (Prinzessin Asta Basta).© Foto: Bjoern Hickmanns
Es ist so etwas wie der An-Schalter dieses geheimnisvollen Geräts. Hasti Molavian (Einstein, l.), James Martin (König Astus Bastus), Britta Wille (Prinzessin Asta Basta).© Foto: Bjoern Hickmanns
Sieht lustig aus, oder? von unten nach oben: Carlos Moreno Pelizari (Bartolomäus Brummhold), Hasti Molavian (Einstein), Britta Wille (Prinzessin Asta Basta) .© Foto: Bjoern Hickmanns
HIer im Bild: James Martin (König Astus Bastus), Hasti Molavian (Königin von Wansibar).© Foto: Bjoern Hickmanns
So hat der Kostümbildner Matthias Koch das Kostüm für Prinzessin Asta Basta entworfen...© Zeichnung: Matthias Koch
...und für den Komponisten Brummhold...© Zeichnung: Matthias Koch
...die Erfinderin, Frau Einstein...© Zeichnung: Matthias Koch
...und den ehrenwerten König Astus Bastus.© Zeichnung: Matthias Koch
Das ist der Regisseur des Stücks, Ronny Jakubaschk.© Foto: Tilman Abegg
Und hier sitzt Michael Hönes am Mini-Klavier. Er dirigiert das Stück, aber nicht nur: zwei dieser Mini-Klaviere stehen direkt an seinem Pult im Orchestergraben, denn er spielt selbst auch bei der Musik mit.© Foto: Tilman Abegg
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Der unglaubliche Spotz: Die Proben und die Kostüme

"Der unglaubliche Spotz!" feiert am Sonntag (27.10.) in der Jungen Oper eine geräuschvolle Premiere. Das Theaterstück erzählt, wie Kinder einen kranken König mit Musik heilen. Hier die ersten Bilder.
21.10.2013
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Probenszene aus "Der unglaubliche Spotz!" mit James Martin als König Astus Bastus.© Foto: Bjoern Hickmanns
Das runde Rad im Hintergrund gehört zum Spotz. Carlos Moreno Pelizari (Bartolomäus Brummhold), Hasti Molavian (Einstein), Britta Wille (Prinzessin Asta Basta).© Foto: Bjoern Hickmanns
Es ist so etwas wie der An-Schalter dieses geheimnisvollen Geräts. Hasti Molavian (Einstein, l.), James Martin (König Astus Bastus), Britta Wille (Prinzessin Asta Basta).© Foto: Bjoern Hickmanns
Sieht lustig aus, oder? von unten nach oben: Carlos Moreno Pelizari (Bartolomäus Brummhold), Hasti Molavian (Einstein), Britta Wille (Prinzessin Asta Basta) .© Foto: Bjoern Hickmanns
HIer im Bild: James Martin (König Astus Bastus), Hasti Molavian (Königin von Wansibar).© Foto: Bjoern Hickmanns
So hat der Kostümbildner Matthias Koch das Kostüm für Prinzessin Asta Basta entworfen...© Zeichnung: Matthias Koch
...und für den Komponisten Brummhold...© Zeichnung: Matthias Koch
...die Erfinderin, Frau Einstein...© Zeichnung: Matthias Koch
...und den ehrenwerten König Astus Bastus.© Zeichnung: Matthias Koch
Das ist der Regisseur des Stücks, Ronny Jakubaschk.© Foto: Tilman Abegg
Und hier sitzt Michael Hönes am Mini-Klavier. Er dirigiert das Stück, aber nicht nur: zwei dieser Mini-Klaviere stehen direkt an seinem Pult im Orchestergraben, denn er spielt selbst auch bei der Musik mit.© Foto: Tilman Abegg
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Dieses Gerät kann die Geräusche der Welt sammeln und in einzelne Töne zerlegen. Diese Töne spielen Asta Basta und Frau Einstein nachts heimlich und leise dem König vor, in der Hoffnung, dass er sich langsam wieder an Töne und Musik gewöhnt. Frau Einstein, eine nüchterne Wissenschaftlerin, nennt das Gerät „Klangtransformator“.

Der Versuch scheitert, der König reagiert auf die Therapie allergisch und mit einer Zwangsstörung: Er muss alle Geräusche, die er hört, aussprechen. Das klingt oft wie „Spotz“. Also nennen Asta Basta und die anderen das Gerät ab sofort Spotz.Der Regisseur des Stücks Ronny Jakubaschk sagt, der Spotz ist ein ähnliches Ding wie der Flux-Kompensator aus dem Film „Zurück in die Zukunft“: „Es hat einen lustigen Namen, kann tolle Sachen und keiner weiß, wie es technisch funktioniert, aber das spielt auch keine Rolle.“ Jakubaschk sagt, er finde toll, dass hier die Kinder einen Konflikt mit der Elterngeneration lösen, und zwar auf ihre Art: „hartnäckig, konsequent, experimentierfreudig und sehr liebevoll.“

Experimentierfreude verlangt das Stück vom Orchester. Kapellmeister Michael Hönes, der musikalische Leiter, dirigiert unter anderem Flüstertüten, Melodikas, Kazoos, Kuhglocken und einen Pinsel, manches davon spielt er selbst. Das Stück ruhe auf drei Säulen, sagt Hönes: Der musikalischen Einbindung von Geräuschen, dem Zufall als kompositorischem Element und der Verschmelzung von Sprache und Musik. Denn die Darsteller machen oft beides gleichzeitig oder besser: ein Mittelding aus Gesang und Sprechen. Musiktheater mit Kuhglocken, Mini-Klavieren, Flüstertüten und einer zauberhaften, leicht dadaistischen Geschichte – vielleicht sind wir ja alle bald Spotzfreunde.

 

  • Das Stück dauert etwas mehr als eine Stunde und ist gedacht ab sechs Jahren.
  • Termine: 27.10. (Premiere), 3., 6. 10., 17., 22., 24., 28. 11., 1., 6., 10., 12., 17., 18., 19., 22. 12. 
  • Tickets (11 Euro, ermäßigt 6 Euro) an der Kasse im Opernhaus, Tel. 5 02 72 22
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