Jussi Adler-Olsen erlebte Krimi auf Lüner Theaterbühne

"Erbarmen" vom WLT

Jussi Adler-Olsen ist Lünen-Fan. Der Bestseller-Krimiautor aus Dänemark war vor vier Jahren zum ersten Mal an der Lippe, um für eine Kurzgeschichte zu recherchieren, die in der Anthologie "Mord am Hellweg" erschien. Jetzt kehrte Adler-Olsen, mittlerweile weltbekannt durch seine Krimis, nach Lünen zurück.

LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 06.11.2013, 18:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Christian Tasche (r.) singt ein Ständchen für Jussi Adler-Olsen. Christian Tasche verstarb überraschend am Freitag im Alter von 56 Jahren.

Christian Tasche (r.) singt ein Ständchen für Jussi Adler-Olsen. Christian Tasche verstarb überraschend am Freitag im Alter von 56 Jahren.

Im Heinz-Hilpert-Theater sah sich der Bestseller-Autor die Bühnenadaption seines Buches "Erbarmen" vom Westfälischen Landestheater in Castrop-Rauxel an. "Es war eine wunderbare Aufführung in diesem wunderbaren Theater", so Adler-Olsen nach dem Schlussapplaus, den er mit dem Ensemble auf der Bühne entgegennahm.

Filmdokumentation Adler-Olsen nutzte die zwei Tage in Lünen aber auch für Dreharbeiten zu einer Filmdokumentation über ihn. Die dänischen Filmemacher Helle Retbøll Carl und Henrik Edelbo begleiten den Autor seit über zwei Jahren, drehten bereits auf Island, in Barcelona, Paris und Frankfurt mit ihm.Jetzt präsentierte ihnen Adler-Olsen die Schauplätze seines Lünen-Kurzkrimis, die er selbst 2009 im November entdeckt hatte.

Sechster Morck-Krimi Derzeit arbeitet der sympathische Däne am sechsten Mørck-Krimi. "Ich hoffe, dass das Manuskript im April/Mai fertig wird. Dann muss das Buch noch ins Deutsche übersetzt werden und soll vor Weihnachten 2014 rauskommen", so Adler-Olsen.

Er schreibt am liebsten "in meinem Bürohaus in der Nähe meiner Wohnung." Und da besonders gern in Gesellschaft seiner Frau, einer Kunstmalerin. Die besondere, kreative Atmosphäre helfe beiden bei ihrer jeweiligen Arbeit.

Ständchen von Christian Tasche im Foyer

"Ansonsten schreib ich auch in unserem Sommerhaus in Schweden oder unserer Wohnung in Barcelona." Er sei aber kein Typ, der immer und überall schreibe, besitze auch keinen Tablet-PC. Im Gegenteil. "Ich schreibe auf einem uralten Rechner mit einem uralten Bildschirm und einer uralten Tastatur."

In Lünen traf der Krimi-Autor aus dem hohen Norden einen "Staatsanwalt" aus dem Kölner Tatort. Christian Tasche, auch im Ensemble der Revue "Liebesperlen", brachte dem Gast aus Dänemark sogar ein Ständchen im Theaterfoyer.