Justin Wolf ist dem Gesamtsieg so nah - am Ende fehlt tatsächlich nur eine Sekunde

Radsport

Vereins-Profi Justin Wolf führt beim UCI-Vier-Etappen-Rennen bis kurz vor Schluss die Gesamtwertung an. Am Ende reicht es aber nur für den zweiten Platz - weil er eine Sekunde zu langsam ist.

Unna

26.04.2021, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Justin Wolf gewann die erste Etappe von Belgrade Banjaluka - das Rennen schloss er mit einem Zehn-Kilometer-Solo ab.

Justin Wolf gewann die erste Etappe von Belgrade Banjaluka - das Rennen schloss er mit einem Zehn-Kilometer-Solo ab. © RSV

Während der Nachwuchs und die Amateure des RSV Unna auf die ersten Rennmöglichkeiten warten, finden für die Vereins-Profis weiterhin Rennen statt. Michel Heßmann zeigte bereits eine gute Leistung als Achter beim Zeitfahren des Etappenrennens Coppi e Bartali in Italien. Franziska Koch und Charlotte Becker hatten in dieser Saison noch keine Möglichkeiten, sich ganz vorne zu platzieren.

Etappensieg für Justin Wolf im ersten Rennen in Serbien

Anders Justin Wolf. Nachdem er schon vor zwei Wochen in der Türkei in Mevlana eine Etappe gewinnen konnte, startete der Team-Europameister mit seinem Bike-Aid-Team im direkt unter der World-Tour-Wertung angesiedelten UCI-Vier-Etappen-Rennen „Belgrade Banjaluka“ in Bosnien, Herzegowina und Serbien. Gleich die erste Etappe in Sabac gewann der exzellente Zeitfahrer aus einer Spitzengruppe heraus auf den letzten der 140 Kilometern im Alleingang mit deutlichem Abstand.

Diesen Vorsprung galt es nun für ihn auf den nächsten drei Etappen zu verteidigen. Die flache zweite Etappe war für Justin noch problemlos, als er mit allen seinen Mitstreitern aus der ersten Spitzengruppe zusammen im Ziel ankam und somit seinen Vorsprung verteidigen konnte. Die dritte Etappe ging über bergiges Gelände und Justin und sein Team mussten an ihre Grenzen gehen, um das Führungstrikot zu behalten.

Letzte Etappe entscheidet über den Gesamtsieg

Schlussendlich behielt der RSV-Fahrer einen Vorsprung von drei Sekunden vor dem Polen Patryk Stosz. Umso aufmerksamer musste Justin nun die letzte Etappe mit Ziel in Banjaluka gestalten. Alles schien gut für Justin zu laufen, da alle Fahrer im Massenspurt ankamen. Leider gewann der Este Mihkel Räim diesen Massensprint. Räim bekam für den Sieg zehn Bonifikationssekunden gutgeschrieben. Da er zuvor zehn Sekunden Rückstand auf Justin hatte, waren beide zeitgleich.

Der Jubel nach dem Etappensieg in Sabac war groß. Am Ende des Vier-Etappen-Rennens reichte es für Justin Wolf aber "nur" für Platz zwei.

Der Jubel nach dem Etappensieg in Sabac war groß. Am Ende des Vier-Etappen-Rennens reichte es für Justin Wolf aber "nur" für Platz zwei. © RSV

In diesem Fall zählte die bessere Platzierung auf der letzten Etappe, die über die Gesamtwertung entschied, und Justin somit auf den zweiten Platz verdrängt wurde. Für ihn eine Riesen-Enttäuschung nach vier Tagen im Gelben Trikot.

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