Kälteschock nach dem Schneesturm: Bis minus 20 Grad

Wintereinbruch

Zentimeterhoch liegt der Schnee in weiten Teilen der Nordhälfte des Landes. Doch nach dem Schnee und Eis kommt nun der Kälteschock. Nachts kann es bis zu minus 20 Grad kalt werden.

Offenbach

07.02.2021, 15:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Traktor mit einer Schneeschleuder räumt eine Straße.

© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Nach dem Schneesturm kommt eine Kältewelle auf Deutschland zu. Tief „Tristan“ über Mitteleuropa und dem zentralen Mittelmeer sorgt im Zusammenspiel mit Hoch „Gisela“ über Skandinavien weiterhin für eisiges Winterwetter hierzulande mit bis zu minus 20 Grad nachts.

„Nach dem schnee- und windreichen Wochenende kommt nun aus Osten die große Kälte auf uns zu“, sagte Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Sonntag.

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Die Höchsttemperaturen sinken schon am Montag - außer im Süden - fast überall unter den Gefrierpunkt. „Zarte Plusgrade sind noch in den letzten Mild-Bastionen vom südlichen Rheinland-Pfalz bis nach Baden-Württemberg und im südlichen Bayern zu erwarten“, sagte Trippler. Mit Schnee müsse weiter gerechnet werden, allerdings fällt dieser nicht mehr so intensiv wie am Wochenende.

Temperaturen in der kommenden Woche fast überall im Minusbereich

Am Dienstag lassen die Schneefälle dann größtenteils nach, außer an der Küste. „Die kalte Ostströmung verstärkt sich aber immer weiter“, mahnte Trippler. Südlich der Donau erreicht die Temperatur tagsüber noch null bis drei Grad. Ansonsten müsse mit bis zu minus zehn Grad gerechnet werden.

Für die Nächte sagen die Meteorologen klirrende Kälte vorher, häufig mit strengem Frost unter minus zehn Grad. Lokal seien insbesondere über Schneeflächen bis zu minus 20 Grad „gut möglich“.

„Eisig kalt präsentiert sich auch der Rest der Woche“, kündigte Trippler an. „Außer vielleicht vereinzelt im Oberrheingraben mit hauchdünnem Plus bleiben die Temperaturen im Gefrierschrankbereich.“ Die Schneefälle lassen weiter nach. „Ein grundlegendes Ende der Kältewelle zeichnet sich vorerst nicht ab.“

RND/dpa

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