Kleine freche, schlanke Biene Maja

Neu im Kino

Die Biene Maja aus der Zeichentrick-Serie von 1975 genießt Kultstatus, ganz wie das Titellied von Karel Gott. Eine Neuauflage, in 3D und aus dem Rechner, läuft Gefahr, viel vom Porzellan zu zerschlagen, das den Reiz der alten Trickfilme ausmacht.

08.09.2014, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Biene Maja ist wieder zurück - äußerlich verändert, innerlich gleich geblieben.

Die Biene Maja ist wieder zurück - äußerlich verändert, innerlich gleich geblieben.

Überall lassen sich Freunde finden – das ist der Optimismus, der Kinder und Bienenkinder beflügeln soll. Schon als Baby tanzt Maja (Stimme: Nina Schatton) aus der Reihe, quirlig und aufgeweckt. Sie hat eben Charakter. Nur übellaunige Naturen, wie die Ratgeberin der Königin rufen Maja bei ihrer Wabennummer „396“. Nina Hagen spricht diese durchtriebene Gunilla, ihre Mutter Eva-Maria ist als Bienenkönigin zu hören. Jan Delay lispelt die Sprechrolle von Majas Kumpel Willi. Sein nasales Quäken passt gut zu einer Trantüte, die immer müde ist und Kohldampf schiebt. Gunilla verbannt Maja auf die Wiese. Dort wird es bald mit ihr vorbei sein, hofft das listige Aas. Derweil zettelt Gunilla einen Krieg mit den Hornissen an, weil sie die Königin beerben will. Maja geht auf der Wiese neue Freundschaften ein. Trifft Grashüpfer Flip, eine Junior-Hornisse und tollpatschige Ameisen mit Stahlhelm. Schabernack und Abenteuer halten sich die Waage. Die Wiese, die Welt, das Leben ist fröhlich bunt, große Blüten wiegen sich unter sonnig blauem Himmel.

Die Dialogregie verzichtet auf „krass“ und „cool“. Sie wählt einen altmodisch gemütlichen Duktus, wahrt den naiven Charme aus den 70er-Jahren, der auch in den schlichten, nie überladenen Bildern erhalten bleibt. Dass Karel Gott uns lieber ist als Helene Fischer – geschenkt.

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