Koala verursacht Massenkarambolage – und setzt sich dann selbst ans Steuer

Autounfall

Im australischen Adelaide wollte ein Koala eine Autobahn überqueren und sorge für eine Karambolage. Eine beherzte Autofahrerin fing ihn ein - in deren Auto setzte er sich prompt ans Steuer.

09.02.2021, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Koala hockt im Wagen von Nadia Tugwells Fahrzeug auf dem Lenkrad. Das Tier war gerettet worden, nachdem es beim Versuch, eine sechsspurige Autobahn zu überqueren, eine Massenkarambolage mit fünf Autos verursacht hatte.

Ein Koala hockt im Wagen von Nadia Tugwells Fahrzeug auf dem Lenkrad. Das Tier war gerettet worden, nachdem es beim Versuch, eine sechsspurige Autobahn zu überqueren, eine Massenkarambolage mit fünf Autos verursacht hatte. © picture alliance/dpa/Nadia Tugwell

Ein Koala hat in Australien zunächst eine Massenkarambolage ausgelöst und sich dann selbst ans Steuer gesetzt. Das Beuteltier habe am Dienstag zunächst versucht, eine Autobahn in Adelaide zu überqueren, worauf fünf bremsende Autos in einen Unfall verwickelt worden seien, berichtete der Sender 9News. Der morgendliche Berufsverkehr auf der Straße nahe des Vororts Crafers West sei daraufhin zum Erliegen gekommen. Verletzte habe es aber nicht gegeben.

Einer im Stau stehenden Frau sei es gelungen, den niedlichen Kerl mit Hilfe einer Jacke einzufangen: „Ich dachte: Okay, wenn wir diesen Koala nicht einfangen und der Verkehr sich wieder in Bewegung setzt, dann könnte es zu einer weiteren Karambolage kommen.“

Tierschützer haben den Koala in die Freiheit entlassen

Die Frau entschied, den Herumtreiber bis zum Eintreffen der Tierrettung im hinteren Teil ihres Autos in Sicherheit zu bringen. Der aber habe neugierig seinen Kopf durch die Kopfstütze des Autos gesteckt und unmissverständlich klar gemacht, dass er unbedingt auf den Vordersitz wollte.

Da habe die Fahrzeughalterin ihm sicherheitshalber das ganze Auto überlassen. Der Koala setzte sich prompt ans Steuer – und hinterließ dank seiner scharfen Krallen zahlreiche Kratzspuren. Mittlerweile haben Tierschützer ihn in die Freiheit entlassen, fernab der Autobahn.

RND/dpa