Konzeptkünstler beeindrucken mit "Noch nicht"

Schauspiel Köln

KÖLN Das in Köln lebende Konzeptkünstler-Duo Hofmann&Lindholm hat nun erstmals – Karin Beier, der Intendantin des Schauspiels Köln, sei Dank – an einem Theater seiner Heimatstadt gearbeitet. Das Stück "Noch nicht" ist nicht nur deswegen außergewöhnlich.

von Von Sascha Westphal

, 14.10.2009, 13:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
In "Noch nicht" am Schauspiel Köln entwickelt sich die Geschichte aus persönlichen Gegenständen heraus.

In "Noch nicht" am Schauspiel Köln entwickelt sich die Geschichte aus persönlichen Gegenständen heraus.

Jeder der Fünf hat einige wichtige und wertvolle Gegenstände ausgesucht – das konnten Kleidungsstücke oder Dokumente, Bargeld oder Familienfotos sein – und sie dann im Laufe eines Tages an öffentlichen Plätzen deponiert. Am nächsten Tag haben sie nachgesehen, was mit ihrem Besitz passiert ist. Aus den Berichten ihrer Komplizen haben Hofmann&Lindholm einen schillernden, von einer feinen Ironie durchzogenen Theatertext geformt. Und den bringen die Fünf nun selbst auf die Bühne.

In den beiden kleinen Worten „noch nicht“ offenbart sich das Doppelbödige dieses Theaterabends. Noch ist es nicht so weit, dass die Menschen ihre wichtigsten Habseligkeiten verstecken müssten. Noch ist die Möglichkeit, alles hinter sich zu lassen, nicht wertvoller als das Zuhause. Aber es ist auch noch nicht so weit, dass man das Treiben der Komplizen als harmlos bezeichnen könnte. Schließlich hat ihre Aktion durchaus etwas von dem Vorgehen terroristischer Zellen. So wie sie Kleidung und Geld deponieren, könnten auch ganz andere Dinge an neuralgischen Stellen des öffentlichen Lebens platziert werden.

  • Termine: 15.10., 16.10., 28.10., 29.10. Karten unter Tel. (0221) 22 12 84 00.
  • www.schauspielkoeln.de
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