Kopfschmerzen und Schwindel: Biomärkte protestieren gegen Maskenpflicht für Verkäufer

Coronavirus

Bundesweit gilt seit zwei Wochen eine Maskenpflicht für Verkäufer von Supermärkten. Bayerische Biomärkte protestieren nun gegen die Maßnahme, weil sie gesundheitliche Probleme verursacht.

von Michèle Förster |

, 09.05.2020, 16:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seit knapp zwei Wochen gilt die Maskenpflicht für Mitarbeiter in Supermärkten.

Seit knapp zwei Wochen gilt die Maskenpflicht für Mitarbeiter in Supermärkten. © picture alliance/dpa

Sie gilt seit Ende April bundesweit beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln: die Maskenpflicht. Doch während Kunden, die den Supermarkt aufsuchen, den Mund-Nasen-Schutz nur für kurze Zeit auf haben, stellt das permanente Tragen einer Alltagsmaske die Mitarbeiter in Einzelhandel offenbar vor eine größere Herausforderung.

Die Mitarbeiter litten unter Atemnot, Schwindel und tränenden Augen berichtet Naturkost Süd, ein Berufsverband für Biofachmärkte. In einem Brief an das bayerische Gesundheitsministerium, der der „taz“ vorliegt, fordert der Verband eine Ende der Maskenpflicht. „Wir brauchen eine Aufhebung dieser Quälerei, wir brauchen Arbeitsfähigkeit“, schreibt Ernst Härter, der Geschäftsführer von Naturkost Süd, in dem Protestbrief.

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Bei Naturkost Süd sind knapp 40 Bio-Einzelhändler organisiert, viele aus Bayern. Durch die Corona-Maßnahmen würden die Mitarbeiter seit Wochen „an ihrer Belastungsgrenze“ arbeiten, so Härter. Das Tragen der Masken führe darüber hinaus zu Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen, und Brennen im Hals. Zudem würden die Gläser der Brillenträger beschlagen, berichtet die „taz“.

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Die durch das Tragen der Masken hervorgerufenen gesundheitlichen Probleme sind laut Härter sogar schwerwiegender, als ihre Schutzfunktion. Die Maskenpflicht habe die Situation so erschwert, „dass diese mittlerweile für das Bestehen von Geschäften eine größere Gefahr birgt, als das Auftreten eines Corona-positiv getesteten Mitarbeiters“, heißt es weiter.

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Der Verband hatte den Brief bereits am 29. April, zwei Tage nach Einführung der bundesweiten Maskenpflicht, per Mail an das bayerische Gesundheitsministerium gesendet.

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