Kostenlose Corona-Tests für Urlauber - Diese Flughäfen in NRW richten Testzentren ein

Coronavirus

Kostenlose Corona-Tests an Flughäfen oder nicht? Jetzt sind die Würfel gefallen: Die Tests sind kostenlos. NRW-Gesundheitsminister Laumann betonte erneut, dass für die Rückkehrer bestimmte Regeln gelten.

Düsseldorf

24.07.2020, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
An NRW-Flughäfen werden Testzentren für Reiserückkehrer eingerichtet.

An NRW-Flughäfen werden Testzentren für Reiserückkehrer eingerichtet. © picture alliance/dpa

An den nordrhein-westfälischen Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Münster/Osnabrück können Rückkehrer aus Risikogebieten sich künftig kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Die Landesregierung richte dort Testzentren ein, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mit. An den Flughäfen Düsseldorf und Dortmund startet das Angebot schon an diesem Samstag (25. Juli 2020). Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten die kostenlosen Tests am Freitag bei einer Schaltkonferenz vereinbart.

Am Flughafen Köln/Bonn soll ebenfalls ab Samstag das bereits bestehende Testzentrum der Stadt Köln und Johanniter Unfallhilfe eingebunden werden. Dort waren bisher Tests auf eigene Kosten möglich. Am Flughafen Münster/Osnabrück startet das Zentrum am Dienstag (28. Juli). An den vier Flughäfen landen zusammen wöchentlich mehr als 160 Flugzeuge mit voraussichtlich mehr als 15.000 Passagieren aus Gebieten, die derzeit vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet ausgewiesen sind. Zu diesen Gebieten gehörten am Freitag unter anderem die Türkei, Ägypten, Marokko und Israel.

Laumann: Bürger müssen die Corona-Einreiseverordnung einhalten

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte: „Das ist ein weiterer wichtiger Baustein, um die Weiterverbreitung des Coronavirus einzudämmen - gerade in der Urlaubszeit“. Er machte deutlich, dass Bürger die Corona-Einreiseverordnung einhalten müssten. „Ich erwarte daher von jedem, der in ein Risikogebiet reist, dass er sich nach seiner Rückkehr in Quarantäne begibt oder ein negatives Testergebnis vorweisen kann, das nicht älter als 48 Stunden ist“, erklärte der Minister.

Mit den Testzentren an den Flughäfen werde auf Kosten der Solidargemeinschaft ein zusätzliches Angebot geschaffen. Die Testzentren an den Flughäfen Düsseldorf, Dortmund und Münster/Osnabrück werden von den Kassenärztlichen Vereinigungen organisiert. Innerhalb weniger Tage seien in enger Abstimmung mit dem Ministerium und mit Unterstützung des Flughafens am größten NRW-Airport in Düsseldorf die Voraussetzungen für Testungen in großer Zahl geschaffen worden, sagte Frank Bergmann, der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Bis zu drei Mediziner nehmen in Düsseldorf parallel Abstriche von Reisenden.

Reisende aus Nicht-Risikoländern können sich auf Wunsch testen lassen

„Die Proben gehen vier Mal am Tag direkt ins Labor“, sagte Bergmann. Die Reisenden könnten anschließend in der Regel innerhalb von drei Tagen online prüfen, wie der Test ausgefallen ist. Die Gesundheitsminister hatten in ihrer Schaltkonferenz beschlossen, dass sich alle Reisenden nach ihrer Rückkehr in Deutschland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können - auf Wunsch auch Reisende aus Nicht-Risikoländern.

Diese freiwilligen Teste sollten aber nicht an Flughäfen stattfinden. In Frage kämen dafür etwa Arztpraxen oder Gesundheitsämter, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Berlins Ressortchefin Dilek Kalayci (SPD). Die Tests seien in jedem Fall kostenlos, auch wenn es vorher keine Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion gab.

dpa

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