"Kultureller Leuchtturm" wird 100

05.10.2011, 18:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

<p>Die Mitarbeiter des Theater Hagen schnitten nach dem Festakt die Geburtstagstorte an. <p></p> Kühle</p>

<p>Die Mitarbeiter des Theater Hagen schnitten nach dem Festakt die Geburtstagstorte an. <p></p> Kühle</p>

HAGEN. Zum Geburtstag bekommt man Geschenke. Das Theater Hagen, gestern 100 Jahre alt geworden, bekam vom Land viel mehr als die "5000 Taler", die Rainer Zaun in der "Wildschütz"-Arie besang. Das Land werde die Förderung des Theaters um 329 00 Euro auf 851 000 Euro erhöhen. Hinzu komme eine Sonderförderung des Kinder- und Jugendtheaters von weiteren 110 000 Euro durch das Land, versprach NRW-Kultur-Staatssekretär Prof. Klaus Schäfer gestern beim Festakt im Theater Hagen.

800 Festgäste erlebten im ausverkauften Haus eine würdige, aber sehr lockere Feierstunde mit Musik und Festreden. "Mit den zum Kunstquartier verbundenen Museen zählt das Theater zu den kulturellen Leuchttürmen Hagens. Die Stadt besitzt damit ein kulturelles Erbe, das mit Osthaus, der Architektur von Henry van de Veldes und der Gründung von Folkwang für die Künste im 20. Jahrhundert eine maßgebliche Rolle gespielt hat", so Schäfer.

Der Hagener Theater-Intendant Norbert Hilchenbach schlug in seiner Rede einen großen Bogen von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Schon in der Steinzeit hätten sich die Menschen am Feuer versammelt und sich Geschichten erzählt. Geschichten zu erzählen sei dem Theater Hagen immer noch am Wichtigsten, so Hilchenbach. Er sprach voller Stolz von seinem Haus, das mit über 75 Prozent eine der besten Auslastungen des Landes hat und überregionale Bedeutung habe. Und der Intendant appellierte ebenso wie Rolf Bolwin, Direktor des Deutschen Bühnenvereins, der die humorvollste Rede des Vormittags hielt, an die Politik: Kulturunterstützung sei keine freiwillige Aufgabe. Von dem Geld des Rettungsschirms für Griechenland könne man 100 Jahre alle Theater retten", so Hilchenbach.

Eine schöne Rede hielt auch die zwölfjährige Selin Yilmaz: "Vom Theater habe ich gelernt, dass Fleiß und Ausdauer und Übung mich wirklich weiter bringen und ich bin deshalb eine sehr gute Schülerin geworden. Im Theater habe ich auch gelernt, dass es darauf ankommt, sehr genau hinzuschauen und hinzuhören. Dadurch fallen mir viel mehr Dinge auf, die andere vielleicht gar nicht merken", sagte die Schülerin.

Zum Auftakt der Festwoche, die bis Sonntag (9.10.) gefeiert wird, ist die digitale Festschrift auf einem USB-Stick in Scheckkartenformat erschienen. Sie ist für 9,90

an der Theaterkasse erhält- lich. JG www.theater-hagen.de

Lesen Sie jetzt