"Kung Fu Panda": Moppel-Ich beißt sich durch

Ein blutiger Anfänger wird von seinem Ausbilder zum Kung Fu-Helden gepäppelt. Sein Gegner ist ein dämonischer Großmeister. Scheinbar hat der Frischling keine Chance, aber er wird sich durchbeißen. - Kennen wir alles aus Martial Arts-Filmen der Hongkong-Schule. Ist aber diesmal ein Zeichentrickfilm und heißt "Kung Fu Panda".

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 01.07.2008, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der süße "Kung Fu Panda" kann auch ganz anders.

Der süße "Kung Fu Panda" kann auch ganz anders.

Wenn der Kampfsport-Azubi ein mopsiger Panda aus der Animationsfabrik von Dreamworks ist, sieht man über die Untiefen der Geschichte hinweg: "Kung Fu Panda" (Regie: Mark Osborne und John Stevenson) ist eine Spaßpackung, an der nicht nur Knirpse Gefallen finden. Herrliche Kitschlandschaften, Berge, Felssäulen, Nebelmeer. Furiose und kuriose Zeitlupen-Duelle als Kernstück auch jeder Parodie. Und ein Personal aus lauter Viechern.

Vorneweg Vielfraß Po, ein Pandabär, der in Bollerbüx in der Suppenküche seines Gänserichvaters kellnert. Kindlich, knuffig, kurzatmig - Hauptquell der Komik. Und diesen Tölpel bestimmt der Tempelvorsteher zum auserwählten "Drachenkrieger"?

Die Furchtlosen Fünf können es nicht fassen. Jeder von ihnen wäre würdiger als dieser hergelaufene Dickwanst. Alle Fünf sind Paradekämpfer und stehen für einen Stil des Kung Fu: Affe, Tiger, Schlange, Kranich, Gottesanbeterin. Meister Shifu (eine Wüstenspringmaus mit Erbgut vom "Star-Wars"-Yoda) nimmt den Panda in die Lehre...

In einem Hochsicherheitsverließ, bewacht von Nashörnern, grollt ein fürchterlicher Herausforderer. Schneeleopard Tai-Lung, dem Thomas Fritsch (Synchronsprecher von Russell Crowe) die Stimme leiht. Tai-Lungs artistische Flucht zählt zu den Höhepunkten des Films. Im Showdown trifft Moppel-Ich auf Kamikaze-Katze.

Witz, Spannungsprisen, schöne Optik, zarte Genre-Persiflage: Kann man sehr mit einverstanden sein!

Ab 3. Juli im Kino.

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