Kunst wie aus einer anderen Zeit

Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet"

Sie stammen aus Korea, Japan und Litauen. Dort haben sie ihre Wurzeln, hier leben und arbeiten Young-Jae Lee, Hiroko Inoue und Evelina Velkaite. Damit stehen sie für die vielen Menschen, die ihre "Neue Heimat Ruhrgebiet" gefunden haben. Das Kunstmuseum Bochum thematisiert die Migration in seinem Beitrag zum Ausstellungsprojekt "Ruhrkunst-Szene".

BOCHUM

, 04.09.2014, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Young-Jae Lee in der Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" im Kunstmuseum Bochum.

Young-Jae Lee in der Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" im Kunstmuseum Bochum.

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Neue Heimat Ruhrgebiet

Sie kommen aus Korea, Japan und Litauen und leben und arbeiten im Ruhrgebiet. Das Kunstmuseum wählte Young-Jae Lee, Hiroko Inoue und Evelina Velkaite für die Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" aus, die ein Teil des Ausstellungsprojekts "Ruhrkunst-Szene" ist. Sie zeigen Keramik, Fotografie und Malerei.
04.09.2014
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Evelina Velkaite, Young-Jae Lee und Hiroko Inoue (v.l.) in der Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" im Kunstmuseum Bochum© Ronny von Wangenheim
Young-Jae Lee zeigt in der großen Installation 142 Keramikschalen, im HIntergrund eine Arbeit von Evelina Velkaite.© Ronny von Wangenheim
Young-Jae Lee in der Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" im Kunstmuseum Bochum. © Ronny von Wangenheim
Evelina Velkaite in der Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" im Kunstmuseum Bochum© Ronny von Wangenheim
Zwei Schalen aufeinander ergeben eine Vase. Young-Jae Lee fasziniert der Gedanke "Eins und eins ist eins".© Ronny von Wangenheim
Hiroko Inoue hat als Ausgangspunkt eine Fotografie vom Schiffshebewerk in Henrichenburg gewählt.© Ronny von Wangenheim
Immer scheint ein Geheimnis in den Arbeiten von Hiroko Inoue verborgen.© Ronny von Wangenheim
Evelina Velkaite in der Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" im Kunstmuseum Bochum© Ronny von Wangenheim
Ausgehend von Landschaften abstrahiert Evelina Velkaite ihre Bildkompositionen. © Ronny von Wangenheim
Die Industrielandschaft des Ruhrgebiets beschäftigt Hiroko Inoue. © Ronny von Wangenheim
Die Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" ist im Kunstmuseum Bochum zu sehen.© Ronny von Wangenheim
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Es ist eine sensible, kammermusikalische Ausstellung, die in Bochum zu sehen ist. Drei ganz unterschiedliche Positionen treffen hier aufeinander, die doch miteinander korrespondieren. 142 Keramikschalen empfangen den Besucher. Young-Je Lee hat die Kluft zwischen bildender und angewandter Kunst überwunden. Die Koreanerin, die die Keramische Werkstatt Margarethenhöhe in Essen zu Weltruhm gebracht hat, schafft Schalen, die in ihrer Schlichtheit präzise und meisterhaft gearbeitet sind.

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Sie kommen aus Korea, Japan und Litauen und leben und arbeiten im Ruhrgebiet. Das Kunstmuseum wählte Young-Jae Lee, Hiroko Inoue und Evelina Velkaite für die Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" aus, die ein Teil des Ausstellungsprojekts "Ruhrkunst-Szene" ist. Sie zeigen Keramik, Fotografie und Malerei.
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Evelina Velkaite, Young-Jae Lee und Hiroko Inoue (v.l.) in der Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" im Kunstmuseum Bochum© Ronny von Wangenheim
Young-Jae Lee zeigt in der großen Installation 142 Keramikschalen, im HIntergrund eine Arbeit von Evelina Velkaite.© Ronny von Wangenheim
Young-Jae Lee in der Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" im Kunstmuseum Bochum. © Ronny von Wangenheim
Evelina Velkaite in der Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" im Kunstmuseum Bochum© Ronny von Wangenheim
Zwei Schalen aufeinander ergeben eine Vase. Young-Jae Lee fasziniert der Gedanke "Eins und eins ist eins".© Ronny von Wangenheim
Hiroko Inoue hat als Ausgangspunkt eine Fotografie vom Schiffshebewerk in Henrichenburg gewählt.© Ronny von Wangenheim
Immer scheint ein Geheimnis in den Arbeiten von Hiroko Inoue verborgen.© Ronny von Wangenheim
Evelina Velkaite in der Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" im Kunstmuseum Bochum© Ronny von Wangenheim
Ausgehend von Landschaften abstrahiert Evelina Velkaite ihre Bildkompositionen. © Ronny von Wangenheim
Die Industrielandschaft des Ruhrgebiets beschäftigt Hiroko Inoue. © Ronny von Wangenheim
Die Ausstellung "Neue Heimat Ruhrgebiet" ist im Kunstmuseum Bochum zu sehen.© Ronny von Wangenheim
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Wenn sie zwei Schalen aufeinander setzt, entstehen Vasen. „Eins und eins ist eins“, der Gedanke fasziniert die Künstlerin.

Zwischen Japan und dem Ruhrgebiet pendelt Hiroko Inoue. Ihre fotografischen Arbeiten, teilweise in Lichtkästen präsentiert, scheinen wie aus einer anderen, fernen Zeit. Wenn sie Wälder oder Industrielandschaften fotografiert und in der Dunkelkammer verfremdet, will sie Verborgenes oder Verdrängtes hervorholen. Damit verarbeitet sie auch traumatisierende Erlebnisse wie die Fukushima-Katastrophe. Erst im Ruhrgebiet hat Evelina Velkaite zur Kunst gefunden. Auch bei ihr ist die Landschaft Thema, auch sie beschäftigt sich mit Katastrophen. Doch ihre abstrakte Malerei hat immer etwas Heiteres.  

Bis 9. November
Kunstmuseum Bochum: „Neue Heimat Ruhrgebiet“, 7.9.-9.11., Kortumstraße 147, Di-So 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr.

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