Kunst zum Flüstern und Verlieben

Serie "Kunst im Grünen"

Der Phoenixsee in Dortmund-Hörde ist seit seiner Eröffnung 2010 ein Besuchermagnet. Und er ist auch Heimat eines der ungewöhnlichsten Kunstwerke der Region, der „Flüsterbrücke“ nach einer Idee des Künstlers Jan Bormann aus Castrop-Rauxel.

DORTMUND

von Von Julia Gaß

, 18.10.2011, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die »Flüsterbrücke« von Jan Bormann am Dortmunder Phoenixsee ist ein Gebrauchskunstwerk, das Kindern Spaß macht.

Die »Flüsterbrücke« von Jan Bormann am Dortmunder Phoenixsee ist ein Gebrauchskunstwerk, das Kindern Spaß macht.

Den Ausflug am See können die Besucher mit einem kleinen Skulpturenrundgang durch Dortmund-Hörde verbinden. Arbeiten des am 4. Mai 1874 in Hörde geborenen Bildhauers, Malers und Expressionisten Bernhard Hoettger prägen das Bild des Stadtteils. Hoettger arbeitete ab 1913 in drei Ateliers im Künstlerdorf Worpswede, den Künstlerpark gestaltete er mit Werken aus seinem Zyklus „Licht und Schatten“. In Hörde, am Schildplatz, nicht weit vom Phoenixsee entfernt, steht Hoettgers Tänzerin „Sent M‘ahesa“ (Foto) aus dem Jahr 1922. Wenige Meter entfernt, am Schallacker, ruht „Die Liegende“ von 1940. Am Friedrich-Ebert-Platz steht der Namensgeber des Platzes, dem Hoettger 1928 ein Denkmal setzte, und am Clarenberg ist sein „Frauentorso“ aus dem Jahr 1936 zu besichtigen.

Im Rathaus, im Westfalenpark, auf dem Ostenfriedhof und im Depot vom Museum Ostwall finden sich weitere Arbeiten des Hörder Künstlers. Ihm, seinem Werk und dem zweiten berühmten Sohn der Stadt, dem Brecht-Freund und -Illustrator Hans Tombrock, ein Museum am Phoenixsee zu bauen, war lange ein Wunsch der Hörder. Hoettger starb 1949 in Interlaken. 2008 widmeten die Hörder ihm eine große Ausstellung; im November feiern sie Tombrock.

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