Kunstfälscher Beltracchi muss für sechs Jahre ins Gefängnis

Kölner Landgericht

Im Kölner Kunstfälscherprozess hat das Landgericht am Donnerstag Haftstrafen bis zu sechs Jahren verhängt. Der Drahtzieher und Maler Wolfgang Beltracchi (60) erhielt die höchste Strafe von sechs Jahren. Seine Frau Helene (53) muss vier Jahre, der Komplize Otto S.-K. fünf Jahre ins Gefängnis.

KÖLN

27.10.2011, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wolfgang Beltracchi, Hauptangeklagter im Kölner Kunstfälscher-Prozess.

Wolfgang Beltracchi, Hauptangeklagter im Kölner Kunstfälscher-Prozess.

Kunstfälschungen sind ein großer Markt rund um die Welt. Immer wieder gelingt es Fälschern, die Kunstwelt zu narren. Einige spektakuläre Fälle:

- Eine Bande um einen Mainzer Kunsthändler fälscht von 2003 an eine Vielzahl von Skulpturen des Künstlers Alberto Giacometti und verkauft sie für insgesamt neun Millionen Euro. Der Hauptangeklagte wird im Juni 2011 vom Stuttgarter Landgericht zu neun Jahren Haft verurteilt.

- Nach Fälschungen von Werken der Maler Felix Nussbaum und Martin Kippenberger wird im November 2010 ein Berliner mit einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung bestraft. Auch ein in die Vermarktung verstricktes Ehepaar erhält vom Berliner Landgericht Bewährungsstrafen. Eine Nussbaum-Fälschung ging für eine halbe Million US-Dollar (gut 390 000 Euro) an einen Kunstliebhaber in den USA. Ein anderes Werk erwarb das Nussbaum-Museum in Osnabrück für 200 000 Euro.

- Die portugiesische Polizei stellt im Oktober 2010 fast 130 gefälschte Kunstwerke sicher, die Signaturen von Leonardo da Vinci, Pablo Picasso, Marc Chagall, Joan Miró und anderen tragen. Die Fahnder entdecken die Gemälde samt gefälschter „Echtheitszertifikate“ in der Wohnung einer Norwegerin im Nobelbadeort Cascais westlich von Lissabon. Die Frau gilt als Händlerin eines Fälscherringes. Sie wird festgenommen, gegen Kaution aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

- Ein Kunstfälscher wird 1999 in London zu sechs Jahren Haft verurteilt. Zehn Jahre lang hatte er insgesamt mindestens eine Million Pfund mit Kopien von Ben Nicholson, Alberto Giacometti, Roger Bissière, Nicholas de Staël und anderen verdient. Nur etwa 60 von rund 200 Fälschungen wurden sichergestellt, ein Teil der Gemälde dürfte noch in Museen hängen. Der Fälscher hatte nicht nur die Auktionshäuser Sotheby's und Christie's getäuscht, sondern auch die Londoner Tate Gallery und das Victoria and Albert Museum.

Kunstfälschungen sind ein großer Markt rund um die Welt. Immer wieder gelingt es Fälschern, die Kunstwelt zu narren. Einige spektakuläre Fälle:

- Eine Bande um einen Mainzer Kunsthändler fälscht von 2003 an eine Vielzahl von Skulpturen des Künstlers Alberto Giacometti und verkauft sie für insgesamt neun Millionen Euro. Der Hauptangeklagte wird im Juni 2011 vom Stuttgarter Landgericht zu neun Jahren Haft verurteilt.

- Nach Fälschungen von Werken der Maler Felix Nussbaum und Martin Kippenberger wird im November 2010 ein Berliner mit einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung bestraft. Auch ein in die Vermarktung verstricktes Ehepaar erhält vom Berliner Landgericht Bewährungsstrafen. Eine Nussbaum-Fälschung ging für eine halbe Million US-Dollar (gut 390 000 Euro) an einen Kunstliebhaber in den USA. Ein anderes Werk erwarb das Nussbaum-Museum in Osnabrück für 200 000 Euro.

- Die portugiesische Polizei stellt im Oktober 2010 fast 130 gefälschte Kunstwerke sicher, die Signaturen von Leonardo da Vinci, Pablo Picasso, Marc Chagall, Joan Miró und anderen tragen. Die Fahnder entdecken die Gemälde samt gefälschter „Echtheitszertifikate“ in der Wohnung einer Norwegerin im Nobelbadeort Cascais westlich von Lissabon. Die Frau gilt als Händlerin eines Fälscherringes. Sie wird festgenommen, gegen Kaution aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

- Ein Kunstfälscher wird 1999 in London zu sechs Jahren Haft verurteilt. Zehn Jahre lang hatte er insgesamt mindestens eine Million Pfund mit Kopien von Ben Nicholson, Alberto Giacometti, Roger Bissière, Nicholas de Staël und anderen verdient. Nur etwa 60 von rund 200 Fälschungen wurden sichergestellt, ein Teil der Gemälde dürfte noch in Museen hängen. Der Fälscher hatte nicht nur die Auktionshäuser Sotheby's und Christie's getäuscht, sondern auch die Londoner Tate Gallery und das Victoria and Albert Museum.

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