Laschet: Hälfte aller Einwohner in NRW bis Beginn der Sommerferien geimpft

Corona

Zu Beginn der Sommerferien sollen in NRW 50 Prozent aller Menschen geimpft sein. Das kündigte Ministerpräsident Laschet an. Schulöffnungen kommen für ihn nur unter einer Bedingung zustande.

Schwelm

07.04.2021, 11:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen © picture alliance/dpa

Bis zum Beginn der Sommerferien soll in Nordrhein-Westfalen die Hälfte aller Einwohner eine Corona-Erstimpfung erhalten haben. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch beim Besuch eines Drive-In-Impfzentrums in Schwelm im Ennepe-Ruhr-Kreis an.

In der nächsten Woche hätten drei Millionen Menschen in NRW bereits eine Erstimpfung und bis Ende April schon 20 Prozent, sagte Laschet. Das Impf-Tempo schreite exponentiell voran.

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Während die erste Million an Impfungen noch zwei Monate gedauert habe, seien für die zweite Million nur noch ein Monat und für die dritte Million zwei Wochen erforderlich. Sommerferienbeginn in NRW ist der 5. Juli.

Schulöffnungen nur eine Option, wenn überall das Testen funktioniert

Eine Öffnung der Schulen nach den Osterferien kommt für Laschet nur infrage, wenn dort „überall das Testen funktioniert“. Das betonte der CDU-Parteichef am Mittwoch beim Besuch eines temporären Drive-In-Impfzentrums in Schwelm im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Es werde eine Plicht für Schüler zu zwei Selbsttests pro Woche umgesetzt, das sei eine Bedingung für einen Unterricht im Präsenzmodus. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) werde in Kürze informieren, wie es am kommenden Montag für die rund 2,5 Millionen Schüler im Land weitergehen solle.

Es brauche eine bundeseinheitliche Lösung, mahnte Laschet. Auch daher habe er ein Vorziehen der ursprünglich für den nächsten Montag geplanten Bund-Länder-Beratungen gefordert.

Laschet verteidigt Idee vom „Brücken-Lockdown“

Das sei aber offenbar mehrheitlich nicht gewünscht. Zugleich verteidigte der CDU-Politiker seinen Vorstoß für einen „Brücken-Lockdown“ im Kampf gegen die dritte Corona-Welle, für den er viel Kritik und Spott geerntet hatte. „Alle sollten sich jetzt noch einmal schnell, hart und klar zusammenraufen“, sagte der CDU-Parteichef. Dafür habe er viel Ablehnung vor allem aus der SPD erfahren, bedauerte Laschet und fragte: „Was sind denn eure Ideen?“

Es brauche innovative Ideen wie die temporäre Drive-In-Idee in Schwelm zur Beschleunigung der Immunisierung. Auch die neuen Impf-Möglichkeiten in den Hausarztpraxen „helfen uns sehr“. Aber: Nötig sei „auch Vorsicht auf den letzten Metern, die wir zu gehen haben“. Daher plädiere er für einen „Brücken-Lockdown“.

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Auf Fragen von Journalisten, warum das Land bei der Notbremse in Regionen mit einer hohen Wocheninzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner nicht konsequenter sei, sagte Laschet: „Die Notbremse gilt.“ Allerdings setze man darauf, im Verbund mit Corona-Tests auch Theaterbesuche oder Einkaufen im Modus „Click and Meet“ möglich zu machen.

dpa

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