Laschet ohne Maske: Foto des Ministerpräsidenten sorgt für Irritation

Coronavirus

Ein Foto des Ministerpräsidenten Armin Laschet hat für Irritation gesorgt. Es zeigt ihn in einem Flugzeug ohne Maske in ein Gespräch vertieft. Die Reaktionen pendeln zwischen Häme und Verständnis.

Düsseldorf

30.10.2020, 16:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet soll in einem Flugzeug keine Maske getragen haben. (Symboldbild)

Armin Laschet soll in einem Flugzeug keine Maske getragen haben. (Symboldbild) © picture alliance/dpa

Ein Foto von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ohne Mund-Nasen-Schutz in einem Flugzeug hat für Irritationen gesorgt. Es zeigt ihn in seinem Sitz nach hinten umgedreht zu seinem Regierungssprecher, augenscheinlich im Gespräch - eine Maske baumelt dabei locker an einem Ohr herunter. Die „Bild“ veröffentlichte die Aufnahme des CDU-Vorsitzkandidaten. Ein Fluggast habe die Szene am Mittwochabend auf einem Flug von Köln nach Berlin festgehalten, schrieb das Blatt.

Ein Sprecher der NRW-Staatskanzlei erklärte dazu, Laschet habe während des genannten Fluges sowie an den Flughäfen „selbstverständlich“ einen Mund-Nasen-Schutz getragen. „Dies wurde lediglich - entsprechend der allgemeinen AHA-Regeln und den Vorgaben der Fluggesellschaft - für einen kurzzeitigen Moment zum Verzehr von Speisen und Getränken unterbrochen.“ Unter den „AHA-Regeln“ versteht man die Corona-Gebote Abstand, Hygiene und Alltagsmasken.

„Dabei heimlich abfotografiert zu werden, ist voll daneben“

Unmittelbar danach sei der Mund-Nasen-Schutz wieder wie vorgesehen vollständig aufgesetzt worden. Dass Laschet isst oder trinkt, ist auf dem Foto nicht zu sehen - allerdings ist auch weder zu sehen, ob etwas auf seinem Klappbrett steht, noch, ob er etwas in der Hand hält. Der Sprecher betonte: „Die Einhaltung der AHA-Regeln ist für Ministerpräsident Armin Laschet nicht nur selbstverständlich. Er sieht sie als unbedingt notwendig an.“

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Die Reaktionen in der NRW-Parteienlandschaft pendelten zwischen Häme und Verständnis für Laschet. „Maskenlos zielsicher rein ins nächste Fettnäpfchen“, twitterte etwa die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD, Sarah Philipp. Der stellvertretende Grünen-Fraktionschef in NRW, Arndt Klocke, nahm den CDU-Mann dagegen in Schutz. Jeder, der derzeit viel unterwegs sein müsse, wisse, dass man zum Trinken, Essen, Naseputzen und anderen Dingen auch mal den Mund-Nasen-Schutz absetzen müsse, twitterte Klocke. „Dabei heimlich abfotografiert zu werden, ist voll daneben.“

dpa

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