Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

LBW-Coach Henke: „Die Fans haben uns den Punkt gebracht“

Basketball: 2. Regionalliga

Basketball: Mit einem 76:75 in Münster haben die LippeBaskets am Samstag die Klasse gehalten. Coach Christoph Henke verrät, wie es danach weiterging.

Werne

von Marc-André Landsiedel

, 19.03.2018
LBW-Coach Henke: „Die Fans haben uns den Punkt gebracht“

Der Plan ist aufgegangen: Christoph Henke (r.) und seine LippeBaskets um Lukas Wiedey haben zum zweiten Mal die Klasse in der 2. Regionalliga gehalten. © Greis

Das Saisonziel ist erreicht: Die LippeBaskets haben am Wochenende den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Regionalliga mit einem knappen 76:75-Sieg bei UBC Münster II perfekt gemacht. Im Gespräch mit Marc-André Landsiedel spricht Coach Christoph Henke über die dramatische Schlussphase, die anschließenden Feierlichkeiten und taktische Spielzüge auf Bierdeckeln.

Herzlichen Glückwunsch zum Klassenerhalt, Herr Henke! Können wir reden, oder haben Sie noch Restalkohol im Blut?

(lacht) Nein, das können wir gerne machen. Mein Samstagabend war entspannt, ich habe mich frühzeitig ausgeklinkt. Aber die Jungs haben ordentlich gefeiert.

Wie lange wurde Münster denn noch unsicher gemacht? Ist etwas überliefert?

Also laut dem offiziellen WhatsApp-Chat, in dem auch ich bin, haben sie den Sieg bis 5 Uhr morgens genossen.

Mit welchem Gefühl sind Sie denn am Sonntagmorgen aufgewacht?

Mit einem sehr guten. Ich war glücklich und erleichtert. Im Abstiegskampf ist man doch ganz schön angespannt.

Wie haben Sie sich denn am Samstag in Münster an der Seitenlinie gefühlt?

Ich hatte schon den ganzen Tag ein positives Gefühl und habe den Jungs vertraut, dass wir es an dem Tag packen. Ich glaube, das hat sich auf die Mannschaft übertragen.

Auch in der engen Schlussphase? Oder gab es einen Moment, in dem Sie dachten: Das könnte hier noch schiefgehen?

Wir führen 74:71 und kassieren dann einen Dreier. Das ist eigentlich ein absolutes No-Go, da muss man vorher foulen. Aber wir hatten noch 20 Sekunden, um zu antworten, und über die ganze Saison verschiedene Varianten einstudiert. Das hat dann mit den zwei Punkten von Lukas Mersch am Ende zum Glück gut geklappt.

Wie froh sind Sie, dass Sie das Abstiegsendspiel am kommenden Samstag gegen Bochum vermeiden konnten?

Natürlich sind wir froh darüber. Psychologisch wäre es schwer gewesen, wenn wir gegen Münster den vorzeitigen Klassenerhalt vergeben hätten. Gefühlt waren wir die ganze Saison besser als Bochum. Wir haben das direkte Duell mit zehn Punkten gewonnen und auch jetzt drei Siege mehr auf dem Konto. Deshalb haben wir uns das verdient.

Sie stehen bei acht Siegen, neun könnten es werden. Wie fällt Ihre Bilanz aus?

Ich bin sehr zufrieden und stolz. Jeder Sieg ist hart erkämpft. Wir haben keinen Pro-B-Überbau, der uns verstärkt, und keine Importspieler. Unsere Jungs sind fast alle Eigengewächse. Dazu hatten wir viele Verletzte. Jetzt haben wir zum zweiten Mal die Klasse gehalten – und damit bewiesen: Der Aufstieg vor zwei Jahren war kein Ausrutscher.

Und nächste Saison wird dann oben angegriffen?

Wir wollen das jetzt erstmal sacken lassen. Aber wir müssen uns keine Sorgen machen. Mit Niklas Brinkmann, Louis Barkowski und Niko Tilkiaridis steht schon die nächste Generation bereit. Ich erwarte aber auch keinen totalen Umbruch. Der Klassenerhalt dürfte viele motivieren, hier ein Jahr dranzuhängen. Wir haben eine sehr homogene Truppe.

Am Samstag steht mit dem Heimspiel gegen AstroStars Bochum II der Saisonabschluss vor dem eigenen Publikum an. Wird danach nochmal gefeiert?

Die mitgereisten Fans haben das Spiel in Münster zu einem Heimspiel für uns gemacht. Diesen einen entscheidenden Punkt haben sie uns am Ende gebracht. Dafür wollen wir uns am Samstag bedanken. In erster Linie mit einem guten Spiel. Danach werden wir bestimmt noch gemütlich im Foyer der Ballspielhalle auf die Saison anstoßen. Anschließend feiert die Mannschaft noch ein wenig ganz lokal in Werne.

Und das war es dann mit den Feierlichkeiten?

Nicht ganz. Wir werden uns als Mannschaft vor Ostern noch gemeinsam einen Termin ausgucken und die Saison Revue passieren lassen. Sicherlich wird dann nochmal der ein oder andere Spielzug auf einem Bierdeckel aufgemalt. (lacht)

Lesen Sie jetzt