Lebensgefährlicher Leichtsinn: Jugendliche springen auf Lokomotive

Polizei

Zwei Jugendliche sind am Freitagnachmittag am Bahnhof in Haltern am See auf eine abfahrende Lok gesprungen. Bei bis zu 140 km/h hätten sie sich darauf kaum festhalten können, so ein Zeuge.

Haltern

, 25.04.2021, 13:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei sucht nach zwei Jugendlichen, die auf eine Lokomotive gesprungen sind.

Die Polizei sucht nach zwei Jugendlichen, die auf eine Lokomotive gesprungen sind. © picture alliance / dpa

Gegen 15 Uhr alarmierten mehrere Zeugen das Bundespolizeirevier in Recklinghausen. Erste Ermittlungen ergaben, dass im Bahnhof Haltern am See zwei Jugendliche kurz vor Abfahrt des RE 2, auf die schiebende Lok aufgesprungen seien. Anschließend sei der RE 2 in Richtung Marl-Sinsen losgefahren.

Ein weiterer Zeuge, der an einem Bahnübergang wartete, weil der RE 2 die Strecke passierte, erklärte auch die beiden männlichen Jugendlichen beobachtet zu haben.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Zug bereits eine enorme Geschwindigkeit erreicht, so dass die jugendlichen seinen Äußerungen nach große Mühe hatten, sich festzuhalten.

Bis zu 140 km/h

Nach Angaben des Triebfahrzeugführers, fuhr der Zug teilweise bis zu 140 km/h.

Als er über die leichtsinnigen Mitfahrer informiert worden ist, hat er den Zug außerplanmäßig in Marl-Sinsen anhalten lassen. Dort seien die Jugendlichen bereits unerkannt verschwunden gewesen.

Zusammen mit Kräften der Polizei Recklinghausen, haben Bundespolizisten die Umgebung abgesucht und die Aussagen von Zeugen aufgenommen. Durch den Vorfall verspäteten sich nachfolgende Züge.

„Leichtsinnig und lebensgefährlich“

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und bittet Zeugen um Hinweise. Die Polizei: „Solche Aktionen sind leichtsinnig und immer lebensgefährlich!“

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