Lebensmittelhandel: Mitarbeiter in NRW streiken für höhere Löhne

Gewerkschaft Verdi

Duisburg, Neuss, Wesel und Viersen: Die Gewerkschaft Verdi hat Mitarbeiter im Lebensmitteleinzelhandel zum Streik aufgerufen. In Corona-Zeiten verläuft auch ein Streiktag anders, als sonst.

Neuss

17.05.2021, 10:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Gewerkschaft Verdi hat zu Streiks im Lebensmitteleinzelhandel aufgerufen.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu Streiks im Lebensmitteleinzelhandel aufgerufen. © picture alliance/dpa

Am Montagmorgen haben Beschäftigte des Lebensmitteleinzelhandels sowie des Groß- und Außenhandels in mehreren Betrieben in Nordrhein-Westfalen vorübergehend ihre Arbeit niedergelegt. Betroffen seien sieben Betriebe unter anderem in Neuss, Viersen, Wesel und Duisburg, wie ein Verdi-Sprecher in Wesel am Morgen mitteilte.

In Wesel hat der Warnstreik demnach mit der Schicht um 5 Uhr begonnen. An allen sieben Streikorten rechnet die Gewerkschaft mit einer Streikbeteiligung von etwa 300 bis 400 Personen. Der Warnstreik endet in der Nacht von Montag auf Dienstag um Mitternacht.

Streik verläuft in Corona-Zeiten anders

Aufgrund der Corona-Pandemie würden die Streikenden direkt wieder nach Hause geschickt, sagte ein Sprecher in Neuss, wo der Warnstreik in einem Großhandelsunternehmen um 6 Uhr begonnen hatte. Größere Aktionen seien nicht geplant.

Verdi fordert für die Beschäftigten beider Branchen 4,5 Prozent plus 45 Euro mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Im Einzelhandel soll eine Mindestbezahlung von 12,50 Euro pro Stunde gelten.

Verhandlungen werden Ende Mai fortgesetzt

Außerdem fordert Verdi eine Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. „Konkurrenz darf nicht über Lohndumping stattfinden“, sagte der Sprecher in Wesel.

In der vergangen Woche wurden bereits Betriebe in Köln, Hagen, Hamm und Ratingen bestreikt. Die Verhandlungen im Groß- und Außenhandel werden am 26. Mai, im Einzelhandel am 27. Mai fortgesetzt.

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