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Steigende Anmeldezahlen an der Sekundarschule Legden Rosendahl

Interview

49 Kinder haben sich für das kommende Schuljahr angemeldet. Im Interview sagt Schulleiter Axel Barkowsky: Der Einsatz hat sich gelohnt.

Legden

von Frank Wittenberg

, 09.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Steigende Anmeldezahlen an der Sekundarschule Legden Rosendahl

Axel Barkowsky, Schulleiter der Sekundarschule Legden-Rosendahl. © Seyock

Nach einigen Jahren zeigt der Trend wieder nach oben: 49 Anmeldungen für das kommende Schuljahr kann die Sekundarschule Legden-Rosendahl verzeichnen. Die Zahl war von 57 (2016) über 47 (2017) auf 41 (2018) gesunken. Wir haben mit Schulleiter Axel Barkowsky über den Aufwärtstrend und Bestrebungen der Schule gesprochen.

Herr Barkowsky, 49 Anmeldungen liegen für das kommende Jahr vor. Wie bewerten Sie diesen Anstieg?

Wir freuen uns natürlich über die Zahl. Damit haben wir einen guten Wert, um im kommenden Jahr zwei Klassen zu bilden. Der Einsatz für steigende Schülerzahlen hat sich gelohnt. Kollegium und Schulträger haben viel Arbeit investiert. Grundsätzlich wird unser Bestreben bleiben, unsere Sekundarschule mindestens zweizügig zu halten. In den nächsten Jahren wird sich zudem die Zahl der Grundschüler in Legden wieder erhöhen.

Welche Schülerströme sind zu beobachten?

Interessant ist, dass sich fast 40 Prozent aller Grundschüler aus Darfeld, die jetzt auf eine weiterführende Schule wechseln, an der Sekundarschule angemeldet haben.

Wieso ist die Übergangsquote in Darfeld auffällig? Und wie sieht es in den anderen Ortsteilen aus?

In Darfeld liegt die Gesamtschule in Billerbeck vor der Tür. Deshalb sind wir froh, dass sich 9 von 23 Schülern für unsere Sekundarschule entschieden haben. Auch in Holtwick ist die Übergangsquote mit 37 Prozent in diesem Jahr ähnlich hoch wie im Vorjahr. In Legden liegt sie bei 25 Prozent, damit können wir sehr zufrieden sein, auch angesichts der Konkurrenz in der Schullandschaft.

An Ihrer Schule können sich Schüler mit Haupt-, Real- und Gymnasialempfehlung anmelden. Wie ist die Relation bei den Anmeldungen?

40 Prozent aller Schüler, die die Sekundarschule ab dem Sommer besuchen werden, haben eine Realschul-Empfehlung, die restlichen 60 Prozent für die Hauptschule. Im vergangenen Jahr war die Relation ausgeglichen. Der Idealwert wäre, wenn sich Kinder mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung zu jeweils rund einem Drittel aufteilen würden.

Warum ist es denn so schwierig, Schüler mit Gymnasialempfehlung für die Sekundarschule zu gewinnen?

Das liegt vor allem an der Rückkehr zu G9. An unserer Schule war es im Gegensatz zu Gymnasien immer möglich, das Abitur nach neun Jahren auf der weiterführenden Schule zu erreichen. Im kommenden Schuljahr bieten auch andere Schulen wieder G9 an. Viele Eltern denken leider, dass ihr Kind leistungsschwach wird, wenn es mit anderen, schwächeren Kindern gemeinsam lernt. Das ist aber nicht so, diese Schüler werden von uns auf ihrem Niveau gefördert – und sie profitieren davon, wenn sie etwas schwächeren Schülern Inhalte erklären können.

Welche Anstrengungen haben Sie und Ihre Kollegen unternommen, um für Schüler und Eltern als Schule attraktiv zu wirken?

Wir wollen jetzt mit digitalen Medien durchstarten. Die Kollegen, die sich mit der Technik auskennen, erklären ihre Funktionalität anderen Kollegen, die noch nicht damit arbeiten. Wir sind auf einem guten Weg – wir müssen die neuen Möglichkeiten auch nutzen, sonst wäre es ein Rückschritt.

Spielen auch die Grundschultage, die Sie seit zwei Jahren anbieten, eine Rolle bei den steigenden Anmeldezahlen?

Mit Sicherheit gewinnen wir dadurch den einen oder anderen Schüler, für den die Sekundarschule vorher vielleicht nicht relevant war.

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