Lesestoff

Lesestoff

Die Leipziger Buchmesse fällt auch in diesem Jahr wegen der Pandemie aus. Neue Bücher gibt es im Frühjahr natürlich trotzdem. Eine Auswahl lesenswerter Romane, Sachbücher und Kindergeschichten.

Stockholm 1913 – Agneta Lejongård hat sich von ihrer adeligen Familie und deren Erwartungen emanzipiert. Sie hat sich für mündig erklären lassen, studiert Kunst in der schwedischen Hauptstadt und hat Von Beate Rottgardt

Ein Halbwaise kämpft um seinen Platz – Mit „Die Erben der Erde“ hat Ildefonso Falcones seinen Bestseller „Die Kathedrale des Meeres“ fortgesetzt. Von Jessica Will

Kriminell spannende Rückkehr: Einige Jahre lang war Lena Stern Sonderermittlerin beim LKA – jetzt kehrt sie zurück in ihre Heimat Dortmund und wird Leiterin einer Mordermittlungs-Abteilung. Von Beate Rottgardt

In ihrem ersten Amrum-Roman, „Immer wieder im Sommer“, den Katrin Koppold unter dem Pseudonym Katharina Herzog geschrieben hat, hatte Lena eine Nebenrolle. Nun hat die Münchnerin Lena zur Hauptfigur ihres Von Julia Gaß

Jürgen Domian las und diskutierte bis Mitternacht bei den Ruhrfestspielen über Dämonen. So heißt sein neuer Roman. Aber der Moderator wollte auch wissen, gegen welche inneren Dämonen das Publikum kämpft. Von Julia Gaß

Der gebürtige Bochumer Kabarettist Hennes Bender hat den Asterix-Klassiker „Die Trabantenstadt“ ins Ruhrdeutsche übersetzt. Mit typischen Pott-Sprüchen schafft er dabei Lokalkolorit und spielt auch auf Von Tobias Wurzel

Für einen geflochtenen Zopf braucht es drei Strähnen – und aus drei Geschichten besteht auch Laetitia Colombanis hübscher Roman „Der Zopf“. Das Haargeflecht ist es, welches die drei Frauenschicksale auf Von Britta Helmbold

Große historische Romane, aber auch große gesellschaftskritische Literatur haben die russischen Schriftsteller der Vergangenheit hervorgebracht. Drei von ihnen haben 2018 einen runden Geburts- oder Todestag. Von Nils Heimann

Sergeant PJ Collins ist nicht gerade so, wie man sich einen erfolgreichen Ermittler vorstellt. Er ist fett, gerät leicht aus der Puste und ist auch nicht besonders pfiffig. Von Julia Gaß

Sie fühlt sich eigentlich nur in ihrer Muttersprache Russisch daheim, ist staatenlos und nun auf dem Weg in eine neue Heimat. Nastja reist in Anna Galinkas Buch „Das neue Leben“ mit Familie aus Riga Mitte Von Von Beate Rottgardt

Sten Nadolny (75) ist 1983 mit „Die Entdeckung der Langsamkeit“ berühmt geworden. In seinem neuen Roman geht es zauberhaft zu. Von Von Andreas Schröter

Die Idee, die Lasha Bugadzes Roman „Lucrecia515“ zugrunde liegt, verspricht eine amüsante Lektüre: Verheirateter Mann kann nicht treu sein, hat ständig Affären. Seine Frau hat einen Verdacht, will das Von Von Beate Rottgardt

Der 1955 geborene schottische Autor John Burnside ist ein Vielschreiber. Nach „Wie alle anderen“ aus dem vorigen Jahr ist nun schon sein nächstes Werk erschienen: „Ashland & Vine“. Von Von Andreas Schröter

Lou und Jo, das war eine große Liebe. Als Lou viel zu jung stirbt, hinterlässt sie ihrem Mann eine Aufgabe als Vermächtnis: Er soll die beiden Kinder und die Enkelkinder glücklich machen. Von Von Julia Gaß

Mit dem Nahen Osten befassen sich die Geschichten in „Hotel Istanbul“ des Journalisten Fritz Schaap. Und diesen journalistischen Ansatz spürt man. Von Von Andreas Schröter

Gloria, eine Jazzsängerin, liegt im Koma und in ihrem Krankenzimmer versammeln sich gleich drei Männern mit Ansprüchen auf sie. Von Von Britta Helmbold

„Housesitter“ ist keine Urlaubslektüre – es sei denn, man möchte bei der Rückkehr in die eigenen vier Wände ein komisches Gefühl haben: Als Saskia mit ihrem Freund Thomas aus dem Urlaub nach Hause kommt, Von Von Jessica Will

Oskar Roehler gehört zu den renommiertesten deutschen Filmregisseuren („Agnes und seine Brüder“, „Elementarteilchen“, „Jud Süß – Film ohne Gewissen“). Dass er auch schreiben kann, beweist er jetzt in Von Von Andreas Schröter

Eisengarn heißt so, weil es nicht nur wunderbar glänzt, sondern auch reißfest ist. Es hält also allerhand aus. Es ist ein bisschen wie Sie.“ – Sie, das ist Näherin Mimi. Deren Mann Mitte der 30er-Jahre Von Von Hermann Beckfeld

Eine hübsche Geschichte hat sich Florian Beckerhoff mit dem Roman „Herrn Haiduks Laden der Wünsche“ ausgedacht. Herr Haiduk ist ein Algerier aus Paris, der in Berlin lebt und dort einen Kiosk-Laden inklusive

Judith W. Taschler

David

Für ihren Roman „Die Deutschlehrerin“ hat Judith W. Taschler 2014 den Glauser-Preis bekommen. Jetzt ist ein neues, ganz wunderbares Buch der 47-jährigen Österreicherin erschienen: Im Roman „David“ erzählt Von Julia Gaß

Der in Frankreich lebende Autor Thomas Reverdy widmet sich in seinem Werk „Es war einmal eine Stadt“ dem sterbenden Detroit – und verknüpft dabei gleich mehrere Genres miteinander. Von Andreas Schröter

Dem Erwachsenwerden widmet Lindsey Lee Johnson ihren Debütroman „Der gefährlichste Ort der Welt“. Mit diesem Ort ist eine Mittelschule in einem kleinen Städtchen in der Nähe von San Francisco gemeint. Von Andreas Schröter

Helga Hammer

Durch alle Zeiten

Diese Geschichte von einer Liebe, die trotz aller Hindernisse weiter lebt, von einer Hoffnung auf ein bisschen Glück, muss man einfach aufschreiben. Helga Hammer hat es getan. Von Beate Rottgardt

Sven Stricker

Mensch, Rüdiger!

Zwei Männer in der Blüte ihres Lebens – doch leider welkt genau dieses Leben irgendwie so vor sich hin. Rüdigers Ehe ist alles andere als glücklich, genauso sieht es in seinem Beruf aus: Als Lehrer ist Von Beate Rottgardt

Vier Farben der Magie, vier Parallelwelten, vier Mal London: „Vier Farben der Magie“ von V. E. Schwab ist Band eins einer Trilogie über vier verschiedene Arten, mit Magie umzugehen.

Stephen Dobyns

Ist Fat Bob schon tot?

Stephen Dobyns als Schriftsteller zu bezeichnen, wäre zu kurz gegriffen. Er war auch Literaturprofessor, dessen Karriere allerdings durch eine Anzeige wegen sexueller Belästigung 1997 endete. Von Daniel Claeßen

Maren Wurster

Das Fell

Im knappgehaltenen Stil, wenn auch mit vielen überflüssigen Details, erzählt Maren Wurst in ihrem Debütroman „Das Fell“. Ihre Victoria, wie die Autorin in Berlin lebend, ist eifersüchtig. Sie wollte mit

Ingeborg Seltmann

Mit Horst im Glück

Senioren haben viel zu tun, das verrät der Untertitel („Gemeinsam in Rente, von Ruhe keine Spur“) des seichten Unterhaltungsromans „Mit Horst im Glück“ von Ingeborg Seltmann. Im dritten Band der Reihe

Ingrid Kaltenegger

Das Glück ist ein Vogerl

Was für ein schönes Buch: Der Österreicherin Ingrid Kaltenegger gelingt mit „Das Glück ist ein Vogerl“ ein herrlich leichter und amüsanter Roman, der niemals in Klamauk umschlägt. Von Andreas Schröter

Hanni Münzer

Das Hexenkreuz

Italien im 18. Jahrhundert: Die verarmte adlige Emilia soll in Hanni Münzers „Hexenkreuz“ einen Herzog heiraten, um Vater und älteren Bruder aus der finanziellen Misere zu helfen. Von Beate Rottgardt

Melinda Nadj Abonji

Schildkrötensoldat

Aus zwei Perspektiven, aber jeweils in der ersten Person erzählt Melinda Nadj Abonji ihren Roman „Schildkrötensoldat“. Da ist die Cousine von Zoltan. Sie erinnert sich an den seltsamen Jungen.

Veit Heinichen

Scherbengericht

Auch ein Kommissar macht mal einen Fehler. Veit Heinichens Triester Ermittler Proteo Laurenti hat ihn vor 17 Jahren begangen, als er Aristèides Albanese ins Gefängnis geschickt hat. Von Julia Gaß