„Looking for Eric“ zeigt eine außergewöhnliche Beziehung

Komödie von Ken Loach

Das Leben meint es zur Zeit nicht gut mit Eric Bishop (Steve Evets). Gut, dass sein imaginärer Seelenklempner, ein ehemaliger Stürmer von ManU, ihm Trainingsstunden gegen die Depressionen gibt.

von Von Klaus-Peter Heß

, 10.11.2009, 15:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der ehemalige ManU-Superstürmer Eric Cantona (l.) und ist Erics (Steve Evets) imaginärer Seelenklempner.

Der ehemalige ManU-Superstürmer Eric Cantona (l.) und ist Erics (Steve Evets) imaginärer Seelenklempner.

Es ist der britische Regisseur Ken Loach, der mit dieser Geschichte den genialen Pass für eine außergewöhnliche Komödie schlägt. Ausgerechnet Ken Loach, der Anwalt der Unterdrückten und Zukurzgekommenen, in dessen Filmen es bisher nie sehr viel zu lachen gab. Nachdem Loach mit Ausschnitten aus Original-Spielberichten nun auch jedem Fußball-Ignoranten das Genie Cantonas vermittelt hat, präsentiert er den Star augenzwinkernd als brummigen Abreißer kluger Kalendersprüche. Derweil behält die Komödie immer Bodenhaftung und Realitätssinn. Das wischt auch kein Lacher weg. Was bei Ken Loach zählt, ist die Solidarität der Herzen, die Kraft durch Freundschaft und der Mut zum Kampf. Aber manchmal ist so viel Anspruch in einer intelligenten Komödie eben besser aufgehoben als in einem Drama. Wie in „Looking for Eric“ zum Beispiel.

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