Lünen, Bochum, Ahaus haben umgerüstet: Quantensprung in die dritte Kino-Dimension

BOCHUM Kino in 3D? Das gab´s doch schon mal! Wir Zuschauer bekamen damals eine Brille aus Pappe, die immer schief auf der Nase saß, und das räumliche Sehen funktionierte auch nicht richtig. Doch jetzt sind die 3D-Filme wieder da - mit absolut perfekter Technik. Zu sehen zum Beispiel in der Cineworld Lünen, in der UCI-Kinowelt im RuhrPark Bochum sowie in den Cinetech-Kinos Ahaus und Rheine.

von Von Bettina Jäger

, 31.03.2009, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lünen, Bochum, Ahaus haben umgerüstet: Quantensprung in die dritte Kino-Dimension

Der hochmoderne 3D-Projektor in Lünen.

"Das ist ein Quantensprung in Sachen Kino", verspricht Lutz Nennmann, der die Cineworld Lünen gemeinsam mit Meinolf Thies betreibt. "Das ist wirklich beeindruckend", sagt auch UCI-Sprecherin Anna Zafira. Beide Unternehmen haben den Start von "Monsters vs. Aliens" zum Anlass genommen, die neue digitale 3D Technik zu installieren. Und das, obwohl die Kosten gewaltig sind.

Allein die batteriebetriebenen Brillen schlagen mit 60 Euro pro Stück zu Buche. Die Diebstahlgefahr ist groß, obwohl Langfinger damit zuhause nichts anfangen können. 150 000 Euro kostet ein Projektor, 15 000 Euro die Umrüstung eines Saales. Die Kinobetreiber in Lünen haben sich deshalb für den Mietkauf entschieden. "Wir freuen uns vor allem, dass wir schneller sind als die Kollegen in Dortmund", lächelt Lutz Nennmann.Investitionen sind beträchtlich

Denn das größte Dortmunder Kino, das Cinestar, hat die Technik noch nicht. Die Investitionen seien beträchtlich, teilte die Cinestar-Gruppe gestern mit: "Momentan spielen wir verschiedene Szenarien durch."

Allerdings weiß man auch dort, dass Hollywood auf die neue Technik setzt. Viele Blockbuster in 3D sind angekündigt. Und niemand könnte darüber erleichterter sein als Dominik Paffrath. Er betreibt gemeinsam mit seinem Bruder die "Cinetech"-Kinos in Ahaus und Rheine und darf sich als Pionier der 3D-Technik bezeichnen, denn er hat sie schon vor mehr als einem Jahr einbauen lassen. "Leider müssen wir viel Überzeugungsarbeit leisten", erzählt er. Schlechte Erfahrungen aus der Bunte-Brillen-Ära würden da noch nachwirken. "Wer aber reingeht, ist uneingeschränkt überzeugt."Bisher wenig sehenswertes für Erwachsene

Problem Nummer 2: Es gab bisher zu wenig Sehenswertes für Erwachsene. Das aber wird sich 2009 ändern. "Mit ,My Bloody Valentine' ist zum ersten Mal ein Horrorfilm angekündigt", berichtet Paffrath. Auch wenn es nicht seinem Geschmack entspricht: "Da wird man erleben können, wie das Blut spritzt." Familienfreundlicher dürfte "Ice Age 3" werden, der am 2. Juli in 3D herauskommt.