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Ein Konzert wie ein Familientreffen

LÜNEN Natürlich hat Klaus Doldinger „Das Boot“ gespielt. Und ebenso die Tatort-Melodie. Die über 400 Fans im Hansesaal wären auch enttäuscht gewesen, hätte er es nicht getan.

von Von Dieter Hirsch

, 02.11.2007
Ein Konzert wie ein Familientreffen

Seit weit über 40 Jahren eine Einheit: Klaus Doldinger und sein Saxophon.

Klaus Doldinger weiß, was seine Fans hören wollen. Und er ist Profi genug, es ihnen auch zu geben. Ein Deep-Purple Konzert ist ja ohne „Smoke on the Water“ auch nicht denkbar. Und wenn manche Tatort-Folge nur halb so viel Spaß machen würde, wie die Passport-Interpretation am Mittwoch im Hansesaal - der Krimiabend wäre gerettet.

Aber Doldinger ist natürlich nicht nur das Boot und Tatort. Mit seiner aktuellen Passport-Formation (Roberto Di Gioia Keyboards; Patrick Scales Bass; Martin Scales Gitarre;  Christian Lettner Drums; Biboul Darouiche Percussion und Ernst Ströer Percussion) spielte er eine ganze Reihe Titel aus seinen beiden Alben „Back to Brazil“ und „Passport to Morocco“. Frisch, grooveorientiert und doch mit den typischen Melodiebögen des Klaus Doldinger.

Döneken

Der Mann ist mittlerweile 71, hat schon viel in seiner langen Karriere erlebt und erzählte davon mit verschmitztem Grinsen auch das eine oder andere Döneken. Zum Beispiel das, dass offensichtlich irgend jemand, der mit der Produktion des Kinoknüllers „Ocean Thirteen“ zu tun hat, Doldingers Single „Back in the Grass“ in seinem Plattenschrank haben muss. Die Single stammt aus dem Jahre 1969, als Klaus Doldinger unter dem Pseudonym Paul Nero mit der Band „Motherhood“ mit kommerziellem Rhythm & Soul unterwegs war.

Die B-Seite dieser Single heißt „Soultown“ und ist am Schluss des Kinoknüllers zu hören. Natürlich gab Klaus Doldinger dem Titel auch im Hansesaal zu Besten, wie andere seiner „Evergreens“. Stellvertretend sei hier das gern gehörte und gespielte „Ataraxia“ aus dem Jahre 1997 genannt.

Doldingers Konzerte habe etwas von Familientreffen, vor allem für Leute, die mit seiner Musik groß und älter geworden sind. So gab´s im Hansesaal das eine und andere „Mann, lange nicht gesehen“. 

      

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