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Gedenken an Gewaltopfern

LÜNEN-SÜD Zum Gedenken an die Opfer von Gewalt, Krieg und Terrorismus veranstalteten der Schützenvereins Lünen-Süd heute eine Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Weitere Gedenkfeiern fanden auch in Niederaden und Beckinghausen statt.

von Von Sarah Heptner

, 18.11.2007
Gedenken an Gewaltopfern

Pfarrer Bernhard Dlugosch hielt die Ansprache während der Gedenkfeier zum Volkstrauertag auf dem Kommunalfriedhof Lünen-Süd.

Die Ansprache auf dem Kommunalfriedhof Lünen-Süd hielt Pfarrer Bernhard Dlugosch von der katholischen Kirchengemeinde Lünen-Süd. „Die Zahlen der Opfer aus den Geschichtsbüchern erscheinen uns schrecklich, und doch sind sie zu weit weg, um sie wirklich zu begreifen“, sagte Dlugosch. „Welche Auswirkungen haben die Kriege heute auf die Lebenden?“, fragte er.

Schicksale

„Bei der Beantwortung tauchen Personen mit Schicksalen aus der anonymen Masse hervor.“ Schlimm sei auch die Ungewissheit bei denen, die einen Menschen bis heute vermissen. „Sie wissen nicht, was passiert ist und haben bis heute keinen Platz zum Gedenken und Trauern“, so Dlugosch. „Wir vergessen oft, aufgrund des Geschichtsverlustes und unserer Spaßgesellschaft. Auch die Religiosität schwindet“, bedauerte der Geistliche.

Fremdenhass ist allgegenwärtig

Doch auch heute fielen viele Menschen Kriegen zum Opfer. Gewalt, Vandalismus, Terrorismus und Fremdenhass sei allgegenwärtig und fordere ebenfalls viele Opfer. „Darum treffen wir uns heute an diesem Denkmal: Um einen Kontrapunkt zu setzten“, schloss Dlugosch. Die Gedenkfeier wurde musikalisch vom Posaunenchor der Preußen-Gemeinde unter Leitung von Reinhold Kluge unterstützt. Nach der Gedenkansprache traf man sich im Schützenhaus, um die Veranstaltung ausklingen zu lassen.  

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