Maas: Eine Deutsche bei Terroranschlag in Wien getötet

Anschlag in Wien

Der Terroranschlag von Wien hat nicht nur in Österreich Entsetzen ausgelöst. Nun ist sicher: Auch eine Deutsche ist dabei getötet worden. Das teilte Außenminister Maas am frühen Abend mit.

Berlin, Wien

03.11.2020, 17:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kerzen und Blumen liegen im Bereich des Tatorts einer Terror-Attacke zum Gedenken an die Opfer. Bei dem Anschlag am Montagabend, dem 02.11.2020, nahe der Hauptsynagoge sind mindestens vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden.

Kerzen und Blumen liegen im Bereich des Tatorts einer Terror-Attacke zum Gedenken an die Opfer. Bei dem Anschlag am Montagabend, dem 02.11.2020, nahe der Hauptsynagoge sind mindestens vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden. © picture alliance/dpa

Bei dem Terroranschlag in Wien ist auch eine Deutsche getötet worden. „Wir haben jetzt die traurige Gewissheit, dass auch eine deutsche Staatsangehörige unter den Opfern des Angriffs in Wien ist“, teilte Außenminister Heiko Maas am Dienstag in Berlin mit.

Der Anschlag ereignete sich am Montagabend in der Nähe der jüdischen Hauptsynagoge in der Wiener Innenstadt. Der Attentäter eröffnete nach Angaben von Innenminister Karl Nehammer um 20 Uhr das Feuer. Neun Minuten später habe eine Spezialeinheit ihn ausgeschaltet - der Attentäter wurde durch Schüsse der Polizei getötet. Er habe zu diesem Zeitpunkt noch viel Munition bei sich getragen, erklärten die Behörden.

Behörden gehen von einem einzigen Attentäter aus

Am Dienstagnachmittag gingen die Behörden von einem einzigen Attentäter aus, wollten aber noch nicht endgültig ausschließen, dass weitere Terroristen an dem Anschlag unmittelbar beteiligt gewesen sein könnten, da noch umfangreiches Bildmaterial ausgewertet werde.

Der Täter, der 20-jährige Kujtim Fejzulai, zog mit einem Sturmgewehr, einer Pistole und einer Machete sowie einer Sprengstoffgürtel-Attrappe in den letzten Stunden vor dem Corona-Lockdown durch ein Ausgehviertel nahe der Synagoge. Getötet wurden nach Angaben von Kanzler Sebastian Kurz ein älterer Mann, eine ältere Frau, ein junger Passant und eine Kellnerin, Dutzende weitere wurden verletzt.

RND/dpa/das