Maestro mit Humor und vier motivierte Solisten

Sir Eliot Gardiner in Essen

Obgleich mit Mendelssohn und Schumann im Konzert von Sir Eliot Gardiner mit dem London Symphony Orchestra (LSO) recht gängige Vertreter der Romantik auf dem Programm standen, fiel die Stückauswahl in der Philharmonie Essen durchaus ungewöhnlich aus.

ESSEN

von Von Karsten Mark

, 15.09.2014, 14:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sir Eliot Gardiner war mit dem London Symphony Orchestra in Essen zu Gast.

Sir Eliot Gardiner war mit dem London Symphony Orchestra in Essen zu Gast.

Das LSO konnte drei aus den eigenen Reihen stellen. Dazu kam als Stimmführer einer der wenigen freien Solohornisten: Radovan Vlatkovic erwies sich als brennender Anwalt seines Instruments und hielt das ohne Abstriche ein. Es war ein Abend mit hoch motivierten, glänzenden Solisten, einem gut gelaunten, humorigen Maestro und einem Spitzenorchester, das seinem guten Ruf alle Ehre machte.

Dass Gardiner seinen Streichern die Stühle weggenommen hatte, schadete der Moral im Ensemble jedenfalls nicht. „Dass sie stehen müssen, ist keine Schnapsidee“, erklärte der Maestro seinem Publikum, „sondern eine gute alte Tradition, die Mendelssohn mitbegründet hat. Und vielleicht spielen sie dadurch noch ein bisschen schöner und strahlender“. Das Ergebnis gab ihm Recht. Viel verdienter Jubel für einen Abend voller Musizierfreude und mit Substanz.  

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