Marianne Sägebrecht mischt Komödie auf

Kino: "Omamamia"

Weg ist die Oma. Auf eigene Faust von Kanada nach Rom geflogen, wo sie dem Papst eine Jugendsünde beichten will. Die Tochter schüttelt den Kopf: "Sie hat keine Ahnung von der Welt! Sie ist wie ein Vögelchen, das aus dem Nest gefallen ist."

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 04.11.2012, 15:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marianne Sägebrecht rockt als Oma die Komödie "Omamamia".

Marianne Sägebrecht rockt als Oma die Komödie "Omamamia".

Papperlapapp. Die Oma kommt zurecht. Sie ist nämlich eine gestandene Bajuwarin, mal grantelnd, mal mütterlich, das Herz am rechten Fleck. Eine Rolle, die Marianne Sägebrecht auf den Leib geschrieben scheint. Tomy Wigands "Omamamia" schickt eine bayerische Pfundsfrau hinaus in die Ferne.

Oma rockt

Margaritas Anlaufstelle in Rom ist die Adresse ihrer Enkelin Martina. Die lebt in wilder Ehe mit einem Rockstar. Margarita ist schockiert, aber nur ein bisschen. Schon sind alle Busenbilder in der Wohnung mit Papst-Porträts überklebt. Oma ist pragmatisch. So verkehrt ist Rock'n'Roll nicht. Oma rockt, Oma raucht, Oma feiert.

Audienz beim Papst Die Audienz beim Heiligen Vater geht in die Hose. Margarita will einem Filou, der sich als Blinder ausgibt, eine Lektion erteilen. Doch das Pfefferspray landet beim Papst und Margarita bei der Polizei. Wo der Scheinblinde sie rettet, mit einem Lügenmärchen von Leidenschaft und Eifersucht. Verglichen mit den Turbulenzen aus Hollywoods Komödien sind die Irrungen dieses Lustspiels ein laues Lüftchen. Doch zum Giggeln reicht es.

Das bayerische Urviech bringt ein marodes Restaurant deutscher Küche in Schwung. Eine Scheinheirat später kommen Oma und ihr Kavalier sich näher. Sägebrecht und Gannini sind einfach drollig.

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