Maskenpflicht in der Öffentlichkeit sorgt für Ärger auf Norderney

Coronabeschränkungen

So haben sich Touristen den Urlaub auf der Ferieninsel nicht vorgestellt. Auf vier Straßen im Ort gilt in der Öffentlichkeit für die nächsten Wochen eine Maskenpflicht.

Norderney

27.06.2020, 21:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mitarbeiter vom Ordnungsamt steht vor einer Tafel, die die nächste Fähre nach Norderney ankündigt.

Ein Mitarbeiter vom Ordnungsamt steht vor einer Tafel, die die nächste Fähre nach Norderney ankündigt. © picture alliance/dpa

Das hat es bislang noch nicht gegeben: Auf der beliebten Ferieninsel Norderney wurde per Allgemeinverfügung eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in mehreren besonders hoch frequentierten Straßen in der Stadt Norderney angeordnet. Diese Neuregelung soll zunächst bis zum 19. Juli gelten, das berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ am Samstag. Betroffen seien die Strandstraße, die Poststraße, die Friedrichstraße zwischen Heinrich- und Bismarckstraße sowie die Schmiedestraße, hieß es in einer Mitteilung.

Mindestabstand in den Straßen sei nicht einzuhalten

Gastronomiebetriebe in den Straßen seien davon ausgenommen, heißt es in der Allgemeinverfügung des Kreises Aurich. Eine Verlängerung nach dem 19. Juli – dem ersten Ferienwochenende in Niedersachsen – sei möglich, heißt es dort weiter. Begründet wird dies damit, dass der Mindestabstand in den Straßen nicht einzuhalten sei, weil dort normalerweise im Sommer ein dichtes Gedränge herrscht. Zumal ab 1. Juli wieder Tagesgäste auf die Insel kommen dürfen.

Das erste Ferienwochenende in vielen Bundesländern hat am Samstag vor allem in Schleswig-Holstein für einen Ausnahmezustand gesorgt. Viele Menschen zog es bei bestem Sommerwetter an die Küsten. Die Situation in den Ferienorten war sehr unterschiedlich. Es können keine weiteren Tagesgäste mehr kommen, hieß es für mehrere Stunden in Scharbeutz und Haffkrug an der Ostsee. Sonst sei es nicht mehr möglich, die Abstandsregeln wegen der Corona-Pandemie einzuhalten. In St. Peter-Ording und Büsum an der Nordsee gab es dagegen keine Platzprobleme.

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