Massenschlägerei in Essen: SEK nimmt zwei Verdächtige fest

Familienrivalität

Mehrere Tage nach Massenschlägereien zwischen rivalisierenden Gruppen in Essen haben Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei am Samstag zwei Männer festgenommen. Das wird ihnen vorgeworfen.

Essen

09.05.2020, 10:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Massenschlägereien zwischen rivalisierenden Gruppen in Essen haben Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei zwei Verdächtige festgenommen. (Symbolbild)

Nach Massenschlägereien zwischen rivalisierenden Gruppen in Essen haben Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei zwei Verdächtige festgenommen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Mehrere Tage nach Massenschlägereien zwischen rivalisierenden Gruppen in Essen haben Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei Horst am Samstagmorgen zwei Männer festgenommen.

Haftbefehle: Gefährliche Körperverletzung

Die Staatsanwaltschaft Essen habe Haftbefehle wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die zwei 27- und 32-jährigen Syrer beantragt, teilte die Polizei mit. Vorausgegangen seien Ermittlungen der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) „Aktionsplan Clan“ im Zusammenhang mit Clankriminalität, bei denen Zeugen vernommen und Videos ausgewertet worden seien.

Den beiden Tatverdächtigen werde vorgeworfen, mit Schlagwerkzeugen auf eine andere Person eingeschlagen zu haben. Die beiden Männer hätten bei ihrer Festnahme keinen Widerstand geleistet und sollten noch am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Weitere Beweismittel bei Hausdurchsuchung sichergestellt

Da vermutet wurde, dass sie Waffen hätten, habe sich die Polizeiführung zum Einsatz des SEK entschieden. Bei den Wohnungsdurchsuchungen seien weitere Beweismittel sichergestellt worden, hieß es ohne nähere Angaben.

Nach den Schlägereien am 27. April und 1. Mai im Essener Stadtteil Horst werde mittlerweile gegen eine zweistellige Anzahl von Beschuldigten ermittelt, hieß es weiter. Die Auseinandersetzungen zwischen zwei Familien gebe es wohl schon seit Jahren. Die Streits hätten mit den Schlägereien ihren bisherigen Höhepunkt erreicht.

dpa

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