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Mattner rettet Deuten in letzter Minute

Fußball

Der SV RW Deuten hat sich am Sonntag im Heimspiel gegen den TuS Wüllen durch einen nervenaufreibenden Kraftakt drei wichtige Punkte gesichert. Das Siegtor fiel erst in der Nachspielzeit.

DEUTEN

von Von Jan Große-Geldermann

, 04.11.2012
Mattner rettet Deuten in letzter Minute

Simon Wilkes (l.) im Kopfballduell. Der Mittelfeldspieler bereitete in der Nachspielzeit den Siegtreffer von Marco Mattner vor.

Pünktlich zum Anpfiff begann der Regen, der den Rasenplatz am Bahndamm extrem tief und rutschig machen sollte. Zu Beginn ließen sich die Deutener davon aber nicht beeindrucken. Nach einem langen Ball brach Lukas Nolte auf der rechten Seite durch, sein Schuss sah nicht unhaltbar aus, landete aber zum 1:0 im Netz (1.). Dieses Tor gab den Deutenern viel Rückenwind. Der Tabellenzweite drängte Wüllen tief in die eigene Hälfte, verpasste aber den zweiten Treffer. Fast aus dem Nichts kamen die Gäste aber dann nach einer Ecke zum Ausgleich (19.), der die Kräfteverhältnisse auf dem Platz änderte. Wüllen spielte nun mutiger nach vorne und war vor allem bei Distanzschüssen gefährlich. Mit einem tollen Freistoßtor ging der Aufsteiger nach einer knappen halben Stunde sogar in Führung (28.).

In der zweiten Hälfte erhöhte Deuten die Schlagzahl. Der nasse Rasen ließ zwar nicht immer feinen Kombinationsfußball zu, aber die Rot-Weißen kamen dennoch zuverlässig zu ihren Möglichkeiten. Für den Ausgleich brauchte die Hellekamp-Elf allerdings einen Geistesblitz von Nolte, der nach innen zog und den Ball aus 18 Metern unhaltbar im Winkel versenkte (62.). Anschließend ging es hin und her, doch den Deutenern fehlte etwas die Präzision. Nachdem ein Gästespieler wegen einer Tätlichkeit an Lukas Nolte die Rote Karte gesehen hatte (80.), erhöhten die Gastgeber aber noch einmal den Druck. Trainer Michael Hellekamp brachte mit Marco Mattner einen Stoßstürmer und sollte damit den Sieg einwechseln. Denn nach Zuspiel von Simon Wilkes schüttelte Mattner, der am Montag an der Leiste operiert werden muss, seinen Gegenspieler ab und jagte den Ball in der Nachspielzeit zum 3:2 ins Netz. Der Jubel war groß – und Hellekamp entsprechend erleichtert: „Unterm Strich war das sicherlich ein glücklicher Sieg. Wüllen hat hier guten Fußball gespielt. Uns fehlt dagegen im Moment etwas die Konstanz.“ 

Gottschalk, Hovestadt, Kehl (83. Mattner), Baron, Paul (68. Uhlenbrock), Wilkes, Klöckner, Hennebach (46. Pohlmann), Nolte, Er, Kahnert.

1:0 Nolte (1.), 1:1 (19.), 1:2 (28.), 2:2 Nolte (62.), 3:2 Mattner (90.).