Meerschweinchen ist eben doch kein James Bond

Action-Komödie "G-Force"

Produzent Jerry Bruckheimer ist der Mann fürs Turbokino, hat „The Rock“, „Con Air“ und „Fluch der Karibik“ auf dem Konto. Disney macht nach wie vor in Zuckerwatte mit putzigen Viechern. Für „G-Force“ haben Disney und Bruckheimer sich jetzt zusammengetan.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 14.10.2009, 17:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Nager-Einsatztruppe in "G-Force - Agenten mit Biss".

Die Nager-Einsatztruppe in "G-Force - Agenten mit Biss".

Das Szenario von Hoyt H. Yeatmans Film: Kleine James Bonds mit Fell retten die Welt. Ein Konzernchef (Bill Nighy) hat Elektrogeräte mit einem Chip versehen. Per Funk aktiviert, verwandeln sich Kaffeemaschinen in Kampfroboter. Die „Transformers“ lassen grüßen... Wie gut, dass ein FBI-Mann (Zach Galifianakis aus „Hangover“) eine Eingreiftruppe parat hält. Die Schauspieler agieren mit computergenerierten Nagern. Vier Meerschweinchen und ein Maulwurf. Wie ein Tom Cruise in „Mission Impossible“ brechen sie in die Konzernzentrale ein. Drollig sehen sie aus mit ihrer High Tech-Ausrüstung im Miniformat.

Ein wenig Slapstick für die Kleinen, ein Intermezzo in der Zoohandlung. Doch im wesentlichen erschöpft sich der Film darin, das Nager-Quartett durch abgegriffene Versatzstücke des Actiongenres zu scheuchen: Verfolgung, „Stunts“, Wettlauf gegen die Uhr. Pellt man die Verpackung ab, stößt man auf die berühmt-berüchtigte eine Idee, die in Hollywood die Türen öffnet: Lass Meerschweinchen den Bruckheimer machen. Für Kinder okay. Der geübtere Blick registriert viel Kalkül und Routine und ein einfallsarmes Drehbuch.

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