Mehr als 100 deutsche Touristen sitzen in Corona-Hotspot Nepal fest

Coronavirus

Nepal leidet unter einem starken Corona-Ausbruch. Krankenhausbetten und medizinischer Sauerstoff gehen aus. Zahlreiche Touristen können nicht ausreisen, darunter auch mehr als 100 Deutsche.

Kathmandu

22.05.2021, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mann sitzt auf einer Liege im Korridor eines Krankenhauses in Kathmandu und wird künstlich mit Sauerstoff beatmet.

Ein Mann sitzt auf einer Liege im Korridor eines Krankenhauses in Kathmandu und wird künstlich mit Sauerstoff beatmet. © picture alliance/dpa/XinHua

Mehr als 100 deutsche Touristinnen und Touristen halten sich noch im Corona-Hotspot Nepal auf. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Freitag, dass eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Touristen in dem asiatischen Land sei. Das arme Himalaya-Land hatte Anfang Mai aufgrund der Corona-Pandemie den internationalen Flugverkehr größtenteils eingestellt.

Nach Angaben des örtlichen Tourismusministeriums waren zunächst rund 2000 ausländische Touristinnen und Touristen in Nepal gestrandet. Inzwischen seien knapp 500 von ihnen mit Spezialgenehmigungen ausgeflogen worden.

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Nepal erlebt derzeit wie sein Nachbarland Indien eine schlimme Corona-Welle. Krankenhausbetten und medizinischer Sauerstoff gehen aus, fast jeder zweite Corona-Test ist positiv. Deutschland schickte zuletzt eine Hilfslieferung mit Beatmungsgeräten, Sauerstoffflaschen und 2,4 Millionen Masken nach Nepal.

Auch auf dem Mount Everest, der sich an der Grenze zwischen Nepal und China befindet, haben Bergsteigerinnen und Bergsteiger schon Corona-Infektionen gemeldet. Trotzdem warten derzeit noch Hunderte auf dem Berg, um bei gutem Wetter zum Gipfel vorzudringen.

RND/dpa

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