Mehr als 200 Kunstwerke schmücken E.on-Standort

Sammlung umfasst 1800 Objekte

Es war eines der wertvollsten Objekte der Sammlung des Energieriesen E.on, Jackson Pollocks Gemälde "Number 5 (Elegant Lady)". Im Frühjahr kam es im Zuge des Sparkurses für 8,3 Millionen Euro unter den Hammer. Spektakulär bleibt die Sammlung des Unternehmens aber auch ohne ihr einstiges Schmuckstück. Etwa 1800 Kunstwerke umfasst sie. Rund 200 davon werden von nun an im E.on Gebäude am Brüsseler Platz in Essen ausgestellt.

ESSEN

, 18.08.2014, 17:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die E.on-Mitarbeiter passieren nun jeden Morgen auf dem Weg zum Arbeitsplatz eine Skulptur von John Chamberlain (l.) und das Gemälde "784/88" von Rupprecht Geiger in der Eingangshalle.

Die E.on-Mitarbeiter passieren nun jeden Morgen auf dem Weg zum Arbeitsplatz eine Skulptur von John Chamberlain (l.) und das Gemälde "784/88" von Rupprecht Geiger in der Eingangshalle.

„Die Kunst verleiht den vorher nüchternen Räumen Energie und gibt ihnen eine Seele“, sagt von Posadowsky. Die ausgewählten Werke sollen inspirieren. Zunächst einmal nur die rund 2000 Mitarbeiter. Führungen für Besucher soll es in naher Zukunft geben. Ganz ohne Führung kann jeder schon jetzt einen Blick auf die spektakulären Objekte in der lichtdurchfluteten Eingangshalle werfen. Die Stahlskulptur „Riroriro Pongo“ von John Chamberlain steht prominent im Raum platziert und harmoniert wunderbar mit dem zwölf Quadratmeter großen, pinkfarbenen Gemälde „784/88“ von Rupprecht Geiger. Ellsworth Kellys schwarz-weiß Gemälde „Paname“ setzt einen Kontrapunkt zu der leuchtenden Farbenpracht.

Neben Farblithografien von Savador Dali und den Darstellungen sommerreifer Früchte der zeitgenössischen Malerin Karin Kneffel gibt es neben dem Café-Bereich im Erdgeschoss eine sehenswerte Ausstellung, die historische Werbeplakate für Gas aus den 1880er- bis zu den 1970er-Jahren umfasst. „An die Mutti denken – Gasgeräte schenken“ ist nur einer der aus heutiger Sicht witzigen Werbesprüche. Auch die Grafiken und Zeichnungen der klassischen Moderne, die im zwölften Stock zu sehen sind, weisen teilweise humoristische Züge auf. Die Laterne – ein häufiges Motiv auf den Bildern – wird bei Georg Tappert als Stütze für einen Betrunkenen gezeigt und Kurt Schwitters nennt eine Zeichnung gar „Die blöde Laterne“.  

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