Mehr Autos, mehr Modelle: Das plant Tesla in Brandenburg

Automobilindustrie

Bis zu eine halbe Million Autos könnte Tesla in seinem neuen Werk bei Berlin jährlich bauen. Die Brandenburger Landesregierung rechnet jetzt bereits mit Tausenden Arbeitsplätzen.

Grünheide

04.01.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehr Autos, mehr Modelle: Das plant Tesla in Brandenburg

Am Standort Grünheide bei Berlin will der US-Elektroautobauer Tesla sein erstes deutsches Werk hochziehen. © Monika Skolimowska/dpa

Der US-Elektroautobauer Tesla will in seiner geplanten Fabrik in Brandenburg gleich mehrere Modelle herstellen. In Grünheide bei Berlin sollten im Jahr geschätzt 500.000 Elektrofahrzeuge der Modelle 3 und Y sowie künftiger Modelle gebaut und montiert werden, heißt es in der Bekanntmachung des Landesamts für Umwelt im Amtsblatt für Brandenburg, das am Freitagabend veröffentlicht wurde. Die Inbetriebnahme solle im Juli 2021 erfolgen. Im abgelaufenen Jahr 2019 hatte das Unternehmen insgesamt rund 367 500 Fahrzeuge ausgeliefert.

Von Presswerk bis Lackiererei: Was Tesla in der Fabrik unterbringen will

Mit der Bekanntmachung im Amtsblatt ist das Genehmigungsverfahren für das geplante Werk offiziell eröffnet. In der Fabrik im Kreis Oder-Spree sollen ein Presswerk, eine Gießerei, Karosserierohbau, Lackiererei, Sitzefertigung, Kunststoff- und Batteriefertigung sowie die Fertigung von Antrieb und Endmontage untergebracht werden.

Auch ein zentrales Versorgungsgebäude und eine Abwasserbehandlungsanlage sind demnach geplant. Mehrere Medien hatten über die Produktionspläne berichtet.

Angaben zu Arbeitsplätzen finden sich im Amtsblatt nicht. Tesla hat auf seiner Webseite über 30 Jobs für eine „Gigafactory Berlin“ ausgeschrieben, darunter einen Construction Superintendent, einen Construction Project Manager und einen Mechanical Engineering Lead.

Tesla könnte zum Motor für Arbeitsplätze in der Region werden

Nach bisherigen Angaben der Brandenburger Landesregierung sind in einer ersten Stufe in Grünheide über 3000 Arbeitsplätze geplant, bis zu 8000 könnten es nach einem Ausbau werden. Oder-Spree-Landrat Rolf Lindemann (SPD) hatte im Dezember davon gesprochen, dass bis zu 4000 Menschen in drei Schichten in der Fabrik arbeiten sollen.

RND/dpa

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