Mehr Einbrüche, weniger Körperverletzungen - So entwickeln sich die Straftaten in NRW

Kriminalstatistik

Es gibt wieder mehr Wohnungseinbrüche in NRW. Laut Landeskriminalamt stieg die Zahl der Einbrüche zum ersten Mal seit langer Zeit wieder an. Auch andere Straftaten nehmen zu.

NRW

09.12.2019, 08:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehr Einbrüche, weniger Körperverletzungen - So entwickeln sich die Straftaten in NRW

Einbrüche nehmen in NRW seit langer Zeit erstmals wieder zu, die Zahl der schweren Körperverletzungen geht zurück. © dpa

Bei der Zahl der Wohnungseinbrüche zeichnet sich nach langem Rückgang in Nordrhein-Westfalen ein Ende der positiven Entwicklung ab. So stiegen die Einbrüche zuletzt sogar wieder deutlich, wie aus Zahlen des Landeskriminalamts in Düsseldorf hervorgeht.

2020 Einbrüche wurden im vergangenen Oktober gezählt. Das waren insgesamt zehn Prozent mehr als im Vorjahresmonat als 1810 Fälle gemeldet wurden. In jeweils etwa der Hälfte der Fälle blieb es beim Versuch.

Gewalt, Sexualstraftate und Raubüberfälle stiegen ebenfalls an

In anderen Kriminalitätsfeldern stiegen die Zahlen im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls. Die Gewaltkriminalität nahm im Vergleichszeitraum von 3830 auf 4060 Taten zu. Die schweren Sexualstraftaten wie Vergewaltigungen stiegen von 199 auf 217.

Raubüberfälle nahmen ebenfalls zu - wohingegen die gefährlichen und schweren Körperverletzungen auf offener Straße rückläufig waren (von 1230 auf 1200). Auch Taschen- und Fahrraddiebstähle gingen zurück.

Zuvor hatte sich die Zahl der Wohnungseinbrüche binnen zwei Jahren fast halbiert. Die Zahl der Wohnungseinbrüche war im Jahresvergleich um fast ein Viertel (23,4 Prozent) auf 29.900 zurückgegangen und auf den niedrigsten Stand seit 1981 gesunken.

Trend seit dem Sommer umgedreht

Der positive Trend hatte sich auch noch im ersten Halbjahr dieses Jahres fortgesetzt: Die Polizei registrierte rund 17 Prozent weniger Einbrüche als in der ersten Jahreshälfte 2018. Danach entwickelten sich die Monatszahlen uneinheitlich: Im Juli gab es einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat, im August dagegen einen Rückgang und im September stagnierte die Zahl.

dpa

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