Mehrwertsteuer bei E-Books könnte neu angepasst werden

Vorschlag EU-Kommission

Wenn es nach der Europäischen Kommission geht, könnten Bücher und E-Books in Zukunft steuerlich gleichgestellt werden. Bei einer Änderung der Steuersystemrichtlinie hieße das, dass E-Books fortan statt mit 19 Prozent, dann mit nur 7 Prozent Mehrwertsteuer ausgewiesen werden würden. Heißt das nun, dass E-Books in Zukunft billiger werden?

FRANKFURT

, 27.12.2016, 17:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Mehrwertsteuer bei E-Books soll sinken, aber preiswerter werden die Bücher dann wohl nicht,.

Die Mehrwertsteuer bei E-Books soll sinken, aber preiswerter werden die Bücher dann wohl nicht,.

"Pauschal lässt sich das nicht mit ja beantworten", sagt Alexander Vieß vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Denn die Verlage selbst sind für ihre Preisgestaltungen verantwortlich. Außerdem wäre laut Vieß noch lange nichts in trockenen Tüchern.

Bevor hier irgendwas konkret werden könnte, wird es noch dauern. "Denn die Finanzminister der Mitgliedsstaaten im Rat für Wirtschaft und Finanzen müssen erst der Änderung zustimmen", so Alexander Vieß. Frühestens Mitte 2017 könne der Rat einer Änderung der Steuerrichtlinien zustimmen.

Preisstufen für E-Books

Dass jetzt aber etwas Bewegung in die Sache gekommen ist, geht auf eine Initiative des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, der Verleger, Buchhändler und Autoren zurück, die sich mit einem Offenen Brief an die Präsidenten von EU-Kommission, Europarat und Europäischen Parlament gewandt hatten.

Doch auch wenn nun alles ganz schnell geht, hätte der Endverbraucher nicht wirklich etwas von der Mehrwertsteueranpassung. Dieser Meinung ist auch Alexander Knobbe vom Dortmunder Verlag Grafit. "Bei der Preisgestaltung orientieren wir uns zum einen an den Preisen der Printtitel, zum anderen an den gängigen Preisstufen für E-Books, die einzuhalten sind", sagt Knobbe.

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