Merkel kritisiert Vorgehen der Länder in der Corona-Krise als „zu forsch“

Coronavirus

In ihrer Regierungserklärung am Donnerstag kritisiert Bundeskanzlerin Angela Merkel Bund und Länder. Wie die Bundesländer mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen umgehen, sei ihr „zu forsch“.

23.04.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
In ihrer Regierungserklärung am Donnerstag kritisierte Merkel Bund und Länder. Die Lockerung der Corona-Maßnahmen bereite ihr sorgen.

In ihrer Regierungserklärung am Donnerstag kritisierte Merkel Bund und Länder. Die Lockerung der Corona-Maßnahmen bereite ihr sorgen. © picture alliance/dpa

Nach den nächtlichen Verhandlungen der Großen Koalition sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag im Bundestag zu den Beschlüssen. In ihrer Regierungserklärung richte die Kanzlerin viel Lob an die Bürger. „Wie selbstverständlich sich Bürger eingeschränkt haben, das ist bewundernswert“, so die Kanzlerin.

Jetzt lesen

Doch Merkel übt starke Kritik an der Arbeitsweise der Länder. „Ich trage die Beschlüsse, die Bund und Länder letzte Woche beschlossen haben voll und ganz. Doch ihre Umsetzung bereitet mir Sorgen“, so die Kanzlerin. Weiter mahnt sie, dass die Umsetzung forsch sei, vielleicht sogar zu forsch.

Disziplin sei besonders wichtig

Viele Länder trafen trotz der Absprache einer einheitlichen Linie ihre eigenen Beschlüsse: Sachsen führte als erstes Bundesland die Maskenpflicht ein, Bayern beginnt erst am 11. Mai wieder mit der Schule und auch die Entscheidung welche Geschäfte öffnen dürfen, entscheidet nahezu jedes Land unterschiedlich.

Die Kanzlerin appellierte an alle: „Lassen Sie uns das Erreichte nicht verspielen und einen Rückschlag riskieren.“ Aus diesem Grund warnt sie auch noch mal sich in falscher Sicherheit zu wiegen. Besonders am Anfang, sei Disziplin besonders wichtig, so Merkel.

Schlagworte: