Messerangriff in Großbritannien: Täter offenbar psychisch krank

Messerattacke

Bei einer Messerattacke in der britischen Stadt Reading hat ein Mann wahllos auf Menschen eingestochen - drei von ihnen wurden getötet. Jetzt kommen neue Details über den Täter ans Licht.

Reading

22.06.2020, 11:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizisten bewachen den Eingang des Parks im britischen Reading, in dem ein Angreifer drei Menschen mit einem Messer getötet hatte.

Polizisten bewachen den Eingang des Parks im britischen Reading, in dem ein Angreifer drei Menschen mit einem Messer getötet hatte. © picture alliance/dpa

Der Messer-Attentäter aus der britischen Stadt Reading ist Medien zufolge psychisch krank. Er höre Stimmen im Kopf und sei medikamentös behandelt worden, zitierte der "Telegraph" am Montag Verwandte und Ex-Nachbarn des 25-Jährigen. Freunde bezeichneten seinen Lebensstil als westlich, er habe zu vielen Partys eingeladen.

Angreifer kürzlich aus dem Gefängnis entlassen

Auch die Polizei hatte eingeräumt, dass psychische Probleme bei der Tat mit eine Rolle gespielt haben könnten. Sie nannte allerdings keine Details und ging am Sonntag von einem Terrorangriff aus.

Der Mann hatte am Samstagabend in einem Park in Reading, etwa 70 Kilometer westlich von London, wahllos auf Menschen eingestochen. Drei starben, drei weitere erlitten schwere Verletzungen. Augenzeugen überwältigen den Täter, der in der Nähe des Parks wohnen soll.

Nach einem Bericht der "Sun" wurde der 25-Jährige erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen. Er soll wegen mehrerer Straftaten verurteilt worden sein; unter anderem habe er einen Polizisten angegriffen.

Täter wollte 2019 angeblich nach Syrien reisen

Der 25-Jährige ist britischen Medien zufolge ein Flüchtling aus Libyen. Für den Inlandsgeheimdienst MI5 ist er kein Unbekannter, hieß es. Er sei 2019 aufgefallen, weil er nach Syrien habe reisen wollen. Er soll aber nicht als gefährlich eingestuft worden sein.

Immer wieder kommt es in England - vor allem in London - zu Terrorattacken. Erst Anfang Februar hatte ein Mann bei einer Messerattacke im Süden der Hauptstadt drei Menschen verletzt. Diese Tat hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für sich reklamiert.

RND/dpa