Mit dem Panzermobil ins Auge des Tornados

"Storm Hunters" kommt ins Kino

Essenz des Katastrophen-Films sind selbstredend die Naturgewalten, in diesem Fall Mahlstrom, Saugrüssel, Trümmerregen eines Tornados. Haben wir alles schon gesehen, samt fliegender Kühe und Trucks, 1996 in Jan de Bonts Thriller "Twister". Was die aktuellen "Storm Hunters" (Regie: Steven Quale) von ihrem Vorläufer abhebt, ist die Güte der Tricks.

20.08.2014, 16:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Storm Hunters" bietet spektakuläre Bilder

"Storm Hunters" bietet spektakuläre Bilder

Der Handlung vorgeschaltet ist ein Prolog, der uns mit der Sturmbestie bekannt macht: Junge Leute verlieren in Blitz und Brodeln ihr Leben. Mit dieser Front ist nicht zu spaßen. Es sei denn, man ist so bescheuert wie die Deppen, die für YouTube-Videos Kopf und Kragen riskieren und der Windhose folgen. Profi-Sturmjäger vom Fernsehen tun es ihnen gleich. Sie brauchen spektakuläre Aufnahmen, am besten direkt aus dem Auge des Tornados. In ihrem Panzermobil glauben sie sich geschützt. Irrtum. Für manche wird der Auftrag wortwörtlich zum Himmelfahrtskommando. Gleichzeitig steigt an einer Schule die Abschlussfeier, auf freiem Feld hält der Direktor eine Rede. Hört der Mann keinen Wetterbericht? Man ahnt, was passiert. Die Schüler flüchten ins Gebäude, nehmen in Bussen Reißaus, als ein zweiter, mächtiger Tornado anrollt.

Schüler, TV-Team, YouTube-Freaks – alle benutzen Kameras. So kann der Film mit „authentischen“ Wackelbildern aufwarten. Er gibt sich den Anstrich dramatischer Realität und nährt die Illusion, indem er weitgehend unbekannte Darsteller aufbietet. Die Rechnung geht auf: Im teuflischen Tosen der Windsbraut kriecht tatsächlich ein Anflug von Panik unseren Rücken hoch.

Lesen Sie jetzt