Mutter zerstückelt: Sohn wegen Mordes vor Gericht

Gericht

Vor dreieinhalb Jahren hatte ein Nachbar im Keller eines Mehrfamilienhauses in Düsseldorf die zerstückelte Leiche einer Frau entdeckt. Nun steht der Sohn der Getöteten wegen Mordes vor Gericht.

Düsseldorf

14.12.2020, 13:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor dem Landgericht Düsseldorf wird ab heute ein schauriges Verbrechen verhandelt: Ein Sohn soll seine eigene Mutter zerstückelt und anschließend im Keller versteckt haben.

Vor dem Landgericht Düsseldorf wird ab heute ein schauriges Verbrechen verhandelt: Ein Sohn soll seine eigene Mutter zerstückelt und anschließend im Keller versteckt haben. © picture alliance/dpa

Ein mutmaßlicher Mörder seiner Mutter hat beim Prozessauftakt am Düsseldorfer Landgericht eine Aussage angekündigt. Er werde sich am nächsten Verhandlungstag zu der Sache äußern, erklärte seine Verteidigerin. Die Mutter des 49-Jährigen war vor dreieinhalb Jahren im Alter von 62 Jahren im Schlaf erschlagen worden.

Ihrer Leiche wurden Kopf und Gliedmaßen abgetrennt. Ein Hausnachbar hatte den Torso der Frau im Keller ihres Wohnhauses entdeckt. Nach der Tat hatte sich der nun angeklagte Sohn in seine serbische Heimat abgesetzt.

Die Anklage stützt sich auf das Gutachten der Rechtsmedizin. Eine Gutachterin sagte am Montag aus, dass an der Leiche des 62-jährigen Opfers keine Abwehrverletzungen gefunden wurden und die Frau wohl gelegen habe, als sie mindestens zwei bis drei wuchtige Schläge auf den Kopf trafen. Die Schläge seien auch die Todesursache gewesen.

Zunächst nur Torso der Getöteten gefunden

Sie berichtete, dass am Tatort zunächst nur der Torso der Frau in einem schwarzen Müllsack gefunden wurde. „Der Kopf und die beiden Beine sowie der linke Arm haben gefehlt.“ Diese Leichenteile seien erst später gefunden worden.

Der Angeklagte folgte dem Bericht scheinbar ungerührt. Als Motiv wird ein jahrelanger Streit in der Familie vermutet. Seit seiner Auslieferung im Sommer hat der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen.

Der 49-Jährige wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht und konnte erst im Januar 2020 beim Grenzübertritt nach Kroatien festgenommen werden. Bis zum Sommer saß er dort in Auslieferungshaft. Dann wurde er von Düsseldorfer Kripo-Beamten abgeholt und nach Deutschland gebracht.

Für den Prozess sind bis zum 25. März 20 Verhandlungstage angesetzt. Bei einer Verurteilung wegen Mordes muss der Angeklagte mit lebenslanger Haft rechnen.

dpa

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