Nach dem Stress der Saison noch im Rausch der Sinne

Grillo-Theater

Am Ende einer erfolgreichen Ballettsaison mit 55.000 Zuschauern und einer Auslastung von 90 Prozent arbeiteten die Aalto-Tänzer jetzt "mit leerer Batterie", so ihr Chef Ben Van Cauwenbergh. Und trotzdem jetzt noch diese Energie, lobte er am Donnerstagabend bei der Premiere von "Ptah III" im Grillo-Theater.

ESSEN

, 27.06.2014, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein virtuoses Solo tanzt Xiyuan Bai.

Ein virtuoses Solo tanzt Xiyuan Bai.

"Ich bin ein stolzer Ballettintendant", erklärte Ben Van Cauwenbergh. Seine nach dem ägyptischen Schöpfungsgott benannte Reihe "Ptah" hat Van Cauwenbergh vor fünf Jahren ins Leben gerufen, damit sich seine Tänzer als "junge Choreographen" ausprobieren können. Bei der jetzigen dritten Ausgabe sind sieben kürzere Kreationen zu erleben.Männer unter sich

"Mein Körper ist ein Käfig, der mich davon abhält, mit dem zu tanzen, den ich liebe", singt Peter Gabriel in "My Body is a Cage". Davit Jeyranyan setzt diesen Song zusammen mit dem Japaner Wataru Shimizu tänzerisch um.

Zugleich zeigt er einen Trend auf, denn auch in der temporeich-witzigen Arbeit "Garb" von Igor Volkovskyy und in der so eindrucksvoll wie fantasievoll von einer temporären Freundschaft handelnden "Passacaglia" von Michelle Yamamoto und Denis Untila bleiben die Männer auf der Bühne unter sich.

Rätselhafte Arbeit Ein virtuoses Solo tanzt Xiyuan Bai in "Im Rausch der Sinne" von Julia Schalitz. Einen poetischen, spielerisch-leichten "klassischen" Pas de deux zeigt das Tänzerpaar Anna Khamzina und Dmitry Khamzin in "One Morning".

Mehr zur Sache geht es dagegen zwischen Yuki Kishimoto und Igor Volkovskyy in "Jo", der zweiten Choreographie von Yamamoto und Untila. Einen starken, intensiven Pas de deux mit Ana Sanchez Portales bietet zuletzt Armen Hakobyan in "Embodiment", der aufwändigsten, längsten (15 Minuten) und auch rätselhaftesten Arbeit des Abends.

 

Termine: 29.6. und 4.7.; Karten-Tel.: (0201) 8 12 22 00.

Lesen Sie jetzt