Nach Jan Fedders Tod: Kollege Till Demtrøder spricht über die Zukunft des „Großstadtreviers“

Nach Tod von Jan Fedder

In einer bewegenden Trauerfeier haben Familie, Freunde und Fans am Dienstag Abschied von Jan Fedder genommen. „Großstadtrevier“-Kollege Till Demtrøder redete dabei auch über die Zukunft der Serie.

Hamburg

von Thomas Kielhorn

, 16.01.2020, 08:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach Jan Fedders Tod: Kollege Till Demtrøder spricht über die Zukunft des „Großstadtreviers“

Der Schauspieler Jan Fedder (M) und seine Kollegen (l-r) Jens Münchow, Maria Ketikidou, Sven Fricke, Marc Zwinz, Wanda Perdelwitz, Saskia Fischer und Peter Fieseler. Ende Januar startet die 33. Staffel der Serie - noch mit Jan Fedder. © dpa-Archiv

Mit einer großen Trauerfeier im Hamburger Michel wurde Volksschauspieler Jan Fedder am Dienstag verabschiedet. Im Rahmen der Feierlichkeiten sprach sein Schauspielkollege Till Demtrøder über die Zukunft der ARD-Vorabendserie „Großstadtrevier“.

„Das ‚Großstadtrevier‘ war schon Jan Fedder. Ich hoffe, das wird es noch weiterhin geben“, sagte Demtrøder zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Es gibt ja nicht mehr so viele, schöne Formate. Vor allem Hamburger Formate oder Familienserien. Der Trend geht ja immer mehr zum Netz und unabhängigen Gucken. Von daher ist das ‚Großstadtrevier‘ eine der letzten Bastionen, die jetzt auch wackelt“, so Demtrøder. „Aber ich hoffe natürlich, dass dem ‚Großstadtrevier‘ noch viele, schöne Jahre bleiben.“

33. Staffel startet am 27. Januar

Am 27. Januar startet erst einmal die 33. Staffel mit 16 neuen Folgen. Ob und wann weitergedreht wird, ist noch ungewiss.

„Er hinterlässt ein großes Werk, aber auch eine große Lücke“

Demtrøder sprach auch über den Tag, an dem er erfuhr, dass Jan Fedder gestorben ist: „Ich weiß noch, wie mich die Nachricht von seinem Tod erwischt hat: nämlich ganz kalt. Obwohl man ja schon lange wusste, dass es ihm nicht gut geht.“ Aber als diese Gewissheit dann kam, sei das sehr bewegend gewesen, so der Schauspieler weiter.

„Er war immer der Kopf“

„Er gehörte zu meinem Leben dazu. 20 Jahre habe ich mit ihm ‚Großstadtrevier‘ drehen dürfen. Das hat mich sehr bewegt. Er war ein toller Schauspieler, ein grandioser Kollege. Für unser Team war er einfach immer der Kopf“, erklärte Demtrøder. „Ein Mann mit Ecken und Kanten, den es so nicht mehr geben wird. Volksschauspieler zu sein, muss man sich erst mal verdienen. Dafür muss man wie er aus dem Volk kommen und auch im Volk bleiben. Er ist immer auf dem Teppich geblieben. Mit all seinen Marotten hat er uns immer Freude gemacht. Man wird ihn nie vergessen.“

Nach Jan Fedders Tod: Kollege Till Demtrøder spricht über die Zukunft des „Großstadtreviers“

Till Demtrøder war knapp 20 Jahre lang bis 2010 im Großstadtrevier dabei. © picture alliance / obs

Als Schauspieler bleibe Jan Fedder erhalten, in all den Filmen und Serien, die er gedreht habe, so Demtrøder. „Er hinterlässt ein großes Werk, aber auch eine große Lücke.“

Lesen Sie jetzt