Neue Corona-Schutzverordnung: Ski-Lifte in NRW bleiben im Dezember geschlossen

Coronavirus

Jetzt ist es offiziell: Im Dezember soll im Sauerland kein Ski-Lift fahren. Der Bürgermeister von Winterberg hatte schon vorher die drastischen Folgen für seinen Ort skizziert.

Düsseldorf

30.11.2020, 15:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Skifahrer sitzen auf einem Sessellift im Skigebiet Winterberg.

Skifahrer sitzen auf einem Sessellift im Skigebiet Winterberg. © picture alliance/dpa

Ski-Lifte müssen entsprechend der neuen Corona-Schutzverordnung in NRW vorerst geschlossen bleiben. Das teilte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag mit. Ski-Lifte seien Freizeit-Einrichtungen und damit verboten. Das Verbot durch die neue Verordnung gelte zunächst bis zum 20. Dezember. Er gehe aber nicht davon aus, dass sich das Infektionsgeschehen und damit das Verbot über Weihnachten ändere, so Laumann.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Sonntag davon gesprochen, auf die Betreiber zuzugehen - gleichzeitig aber klar gemacht, dass es eine europäische Lösung für die Ski-Gebiete brauche. NRW wird nun keine Ausnahme machen und den Betrieb von Liften untersagen - so wie es bereits Italien und Frankreich angekündigt hatten.

Unklar, ob es im Januar Ski-Betrieb gibt

Laumann sagte, dass er auch auf die „Macht des Faktischen“ baue - nämlich, dass es ohnehin im Dezember keinen Schnee oder Weiße Weihnacht im Sauerland geben werde. Namentlich werden Ski-Lifte in der neuen Corona-Schutzverordnung, die am Montagmittag veröffentlicht wurde, nicht aufgelistet.

Die neue Schutzverordnung - unter anderem mit Kontaktlockerungen - kommt kurz vor Weihnachten. Ob es im Januar Ski-Betrieb gibt, blieb zunächst unklar. Laschet hatte sich bislang dafür ausgesprochen, bis zum Ende der Weihnachtsferien Ski-Tourismus europaweit zu unterbinden.

Bürgermeister von Winterberg sieht finanzielle Last auf Stadt zukommen

In NRW trifft das Verbot die Ski-Regionen im Sauerland. Der Bürgermeister des Wintersportorts Winterberg, Michael Beckmann (CDU), hatte am Montagmorgen bei WDR 5 gesagt, ein Verbot bis zum Ende der Ferien würde die Stadt mit 12.500 Einwohnern hart treffen. Nicht nur der Tourismus, sondern auch die Gastronomie und der Handel vor Ort hingen von den Gästen ab. Sollte die Saison erst Mitte Januar oder sogar noch später beginnen können, wäre das eine finanzielle Last für Winterberg.

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„Je später wir in die Saison kommen, desto schwieriger wird es natürlich, noch einen wirtschaftlichen Skibetrieb zu fahren“, sagte Beckmann. Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) sagte am Montag, dass Ski-Lifte - wie andere geschlossene Freizeit-Einrichtungen - entsprechendes Anrecht auf Wirtschaftshilfe hätten.

dpa

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