Neue RKI-Liste: Ganz Kroatien ist jetzt Risikogebiet

Corona und Urlaub

Das Robert-Koch-Institut hat die Liste der internationalen Risikogebiete überarbeitet. Ganz Kroatien gilt jetzt als Risikogebiet. Auf der Liste landen zudem zwei südamerikanische Länder.

01.04.2021, 15:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ganz Kroatien wurde erneut zum Risikogebiet erklärt. Eine Reise zieht Quarantäne- und Testpflicht nach sich.

Ganz Kroatien wurde erneut zum Risikogebiet erklärt. Eine Reise zieht Quarantäne- und Testpflicht nach sich. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstag die Liste der internationalen Risikogebiete aktualisiert. Nun gilt ganz Kroatien wieder als Risikogebiet – dabei waren erst am 7. März die Gespanschaften Bjelovar-Bilogora und Istrien von der RKI-Liste gestrichen worden.

Eine Reise in die betroffenen Regionen hat künftig eine zehntägige Quarantäne in Deutschland zur Folge, die erst nach dem fünften Tag mit einem Corona-Test ausgesetzt werden kann. Außerdem als Risikogebiet eingestuft wurde die Autonome Gemeinschaft La Rioja in Spanien.

Zwei südamerikanische Länder sind jetzt Risikogebiet

Auch neue Hochinzidenzgebiete (Sieben-Tage-Inzidenz über 200) wurden ausgerufen. Neu auf der Liste sind:

  • Chile
  • Peru

Gebiete, die nicht mehr als Risikogebiete gelten:

  • Finnland – die Region Åland
  • Irland – die Region South-West
  • Portugal – die Region Lissabon

Die Änderungen der RKI-Liste werden am Samstag, 3. April, um Mitternacht wirksam.

Keine neuen Virusvariantengebiete auf RKI-Liste

Seit der vorigen Änderung gibt es keine neuen Virusvariantengebiete. Aus deutscher Sicht gelten derzeit zehn Länder und Regionen als solche. Davon sind acht im südlichen Afrika (Südafrika, Botswana, Eswatini, Lesotho, Simbabwe, Malawi, Mosambik, Sambia). Die anderen drei sind Brasilien und in Frankreich das Departement Moselle.

Die Bundesregierung hat ein Beförderungsverbot für Virusvariantengebiete erlassen, um die grenzüberschreitende Verbreitung von besonders ansteckenden Corona-Mutationen einzudämmen. Es gelten Ausnahmen für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr. Es gilt zudem eine strikte Quarantänepflicht für diese Reisenden, sie müssen in fast allen Bundesländern für 14 Tage in Quarantäne. Ein Freitesten ist nicht möglich.

Testpflicht für alle Flugreisenden vor Einreise

Inzwischen müssen sich alle Menschen, die aus dem Ausland mit dem Flugzeug nach Deutschland reisen wollen, bereits vor dem Flug auf Corona testen lassen. Das gilt unabhängig von der Inzidenz und davon, ob sie aus einem Risikogebiet kommen oder nicht. Die entsprechende neue Einreiseverordnung ist seit 30. März in Kraft. Bisher konnten Reiserückkehrer, die aus einem Land einreisen, das nicht als Risikogebiet gilt, frei nach Deutschland einreisen: ohne Corona-Test und ohne Quarantäne.

Doch nun müssen auch sie einen Nachweis über ein negatives Testergebnis vor der Abreise nach Deutschland vorzeigen. Wer der Airline keinen entsprechenden Nachweis vorlegen kann, dürfe nicht befördert werden, heißt es vom Gesundheitsministerium in einem entsprechenden Entwurf. Die Crews von Airlines sind von dieser Verpflichtung nicht betroffen.

RND

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