NRW: Immer mehr Menschen gehen für ihre Ziele auf die Straße

Demonstration

Die Zahl der Demos in NRW steigt: Das belegt das Ergebnis einer Umfrage der zuständigen Polizeipräsidien. Immer mehr Menschen äußern ihre Meinung auf der Straße - auch im Ruhrgebiet.

Düsseldorf

27.12.2019, 11:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW: Immer mehr Menschen gehen für ihre Ziele auf die Straße

Die Zahl der Demos in den NRW-Metropolen nimmt deutlich zu © Sebastian Gollnow/dpa

Die Zahl der Demonstrationen in den NRW-Metropolen hat deutlich zugenommen. In fast allen Großstädten des Landes haben 2019 bereits vor Ablauf des Jahres mehr Demos stattgefunden als im Vorjahr, wie aus einer dpa-Umfrage unter den zuständigen Polizeipräsidien hervorgeht.

In der Landeshauptstadt Düsseldorf gab es bereits vor den letzten Wochen des Jahres 898 Demos im Vergleich zu 606 in 2018. In Köln und Leverkusen fanden schon vor dem Jahresende 823 angemeldete Demos statt, 2018 waren es 797 insgesamt gewesen.

Demo-Dauerabos im Jahr 2019

Auch in Münster gab es mit 320, in Bielefeld mit 293 und Bonn mit 414 Demonstrationen Zunahmen. Die Region um Bochum,Herne und Witten brachte es auf 257 Demos. Lediglich in der Region Aachen, wo schon seit langem die Proteste rund um den Hambacher Forst große Wellen schlagen, blieb die Demo-Zahl auf hohem Niveau mit 377 dieses Jahr konstant.

Mehrere Gruppen meldeten gleich etliche Termine infolge an - quasi als Demo-Dauerabos. Dazu gehörte in den meisten Städten die Bewegung Fridays for Future, die seit rund einem Jahr Freitag für Freitag gegen die Klimapolitik der Bundesregierung demonstriert.

Rechte Demos und Gegenversammlungen

In Dortmund, Herne oder Essen gibt es regelmäßig rechte Demos - etwa von „Besorgten Bürgern“ oder den sogenannten „Steeler Jungs“. Immer wieder bilden sich dazu Gegenversammlungen. Wie viele Demonstrationen welchem politischen Spektrum zuzurechnen sind, ließ sich bei der Polizei allerdings nicht nachvollziehen.

dpa

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